Freiheit vom Gesetz

Wie können all die Probleme im Umgang mit Gesetzen beseitigt werden? Wie werden Gesetze geradezu überflüssig?

Dazu gibt es nur einen Weg! Aber dieser Weg ist nur möglich bei denen, die durch das Evangelium Christi zu neuen Menschen geworden sind.

Die Gesetze sollen nicht mehr von aussen als Forderung an den Menschen gestellt werden, sondern sie sollen in seinem Inneren sein. Sie sollen ihm ins Herz und in den Sinn geschrieben sein. Bei einer solchen "Gesetzgebung" wird ein Mensch nicht nur tun wollen was gut und recht ist, es wird ihm auch gelingen.

Zuvor muss ein Mensch aber dem Gesetz (Altes Testament oder überhaupt dem Anspruch nach Gerechtigkeit, die auch in anderen Gesetzen vorhanden sind, Ez 5:6,7) sterben.

Rö 7:4-6, gestorben, um in Neuheit des Geistes zu dienen.

Gottes Geist macht es uns möglich Gottes Willen zu wollen und zu tun. Das ist tätige Liebe, weil Gottes eigentliche Wesen Liebe ist.

Gott braucht im Verkehr mit seinem Sohn keine Gesetze, denn er liebt ihn, und der Sohn liebt den Vater. Liebe ist tausendmal besser als Gesetze. – Nein –, sie ist noch viel mehr. Liebe ist etwas Ganzes, Vollkommenes, aber Gesetze immer etwas Mangelhaftes, Bruchstückhaftes.

Jesus brachte daher die Freiheit vom Gesetz, für die welche ihn lieben.

Auch Jesus selbst war gegenüber dem Gesetz frei.

Jesus war einerseits dem Gesetz als Jude unterworfen. Er erfüllte alle Gesetzesforderungen. Er überbot sogar die Eiferer für das Gesetz (Mt 5.), aber daneben handelte Jesus auch als einer der über dem Gesetze stand und davon völlig unabhängig war. Das sehen wir an seiner Sündenvergebung; er behandelt sie als sein Recht und seine Macht.

Er verstand sich auch als Herr des Gesetzes. Denn sein Gehorsam wurde ihm nicht erst vom Gesetz abgenötigt. Er tat schon immer Gottes Willen, bevor es ein Gesetz gab. Seine Liebe zum Vater brachte es mit sich, dass er ohnehin tat, was im Gesetzbuch steht. Er handelte gehorsam, aber nicht weil er den Vater fürchten muss, sondern weil er Sohn ist. Gott will auch von uns nicht den Gehorsam eines Sklaven, sondern den Gehorsam eines Sohnes, der aus Liebe zum Vater kommt. So wie Christus frei von jeglichen gesetzlichen Vorschriften war, so auch Paulus und so auch Christen.

Ja – dann können wir machen, was wir wollen?

Wer das meint, hat mich nicht verstanden. Wer liebt, erfüllt jede Gesetzesnorm, die Gerechtigkeit fordert.

-Christen brauchen nur ein einziges Gebot:

Das Gebot der Liebe. Gal 5:1-6 (Vers 4 Gesetz ohne Artikel, bedeutet: ohne ein Gesetzessystem. Auch im Römerbrief, sind bei "Gesetz" menschliche Gesetze eingeschlossen). Paulus führt das Liebesgebot an als der erfolgreiche Weg.

-Christen benötigen auch nur ein Verbot:

Gal 5:13 Missbrauche die Freiheit nicht. Das tut die Liebe nicht. Die Verse 22-23 sagen gegen solche Dinge ist kein Gesetz. Das heisst kein Gesetz kann den, der liebt, der Ungerechtigkeit oder Gesetzesübertretung anklagen. Es ist das anklagende, feindliche "dagegen sein".