Schluss

Gesetze sind für Ungerechte. Mit Gesetzen vermag man böse Taten nur einzudämmen, zu verurteilen und zu bestrafen. Man kann aber damit keines Menschen Grundhaltung ändern. Was Gesetze nicht vermögen, das wird durch die göttliche Liebe erreicht. Gott liebt uns und gab uns deshalb seinen Sohn und seinen Heiligen Geist. Damit hat er seine Liebe, seine göttliche Wesensart in einem Menschen erzeugt und uns zu göttlicher Liebe befähigt.

Wir vermögen Gottes Wille zu tun, wenn wir uns Gott hingeben, wie er sich für uns hingegeben hat. Bei dieser Herzenshaltung, wollen wir den Willen Gottes tun, und dann werden Gesetze überflüssig.

Weil ich Gott liebe, brauche ich kein Gesetz, das mir verbietet einen Götzen anzubeten, und kein Gebot, Gott zu ehren.

Weil ich den Nächsten liebe, muss mir niemand vorschreiben, ich solle ihn nicht bestehlen, verleumden oder beneiden. Weil ich ihn liebe, will ich ihm Gutes und nichts Böses tun.

 

Für die Beziehung zwischen Freunden braucht es niemals Gesetze. Verliebte müssen keinen Verhaltenskodex aufstellen für ihre Beziehung. Weil sie lieben, sind sie um das Wohl füreinander besorgt.

Welches System möchtest du lieber wählen? Ein Gesetzessystem oder das System der Liebe um Gerechtigkeit zu erzielen? Das Neue Testament ist kein neues Gesetz für Christen, wie das alte für die Juden. Das "Gesetz Christi" ist das System der Liebe oder auch "Gesetz der Freiheit, - des Geistes und - des Glaubens" genannt. Nur mit Liebe kann man dem Anspruch der Menschen und Gottes genügen. Darauf kommt es an.

Bern im Okt. 99, © M. Kramer