Geraten wir mal in Not, sind wir für die Polizei oder Feuerwehr sehr dankbar. Aber sie kommen erst dann, wenn wir sie anrufen. Und wir rufen erst dann an, wenn wir den bedrohlichen Ernst der Lage erkannt haben. Leider kommt es immer wieder vor, dass Menschen die Rettungskräfte zu spät oder überhaupt nicht alarmieren, weil sie die Gefahren nicht richtig einschätzten.

Das obenstehende Zitat vom Apostel Paulus spricht von der realen Gefahr des Gerichts Gottes. An einem bestimmten Tag, den nur Gott selbst kennt, werden alle Menschenseelen, die je gelebt haben, vor ihm erscheinen müssen, um Rechenschaft über ihr Leben abzulegen. An jenem Tag werden wir alle in Not geraten, denn wir alle sind schuldige Sünder vor Gott. Es wird an dem Tag nur eine Hoffnung auf Rettung geben: den Namen des Herrn angerufen zu haben, und zwar bevor es zu spät geworden ist.

Aber wie rufen wir den Namen des Herrn an?

Wer die richtige Feuerwehrnotrufnummer -118- nicht kennt, wird nicht zur Feuerwehr durchkommen. Wie kommt man zum Herrn durch? Wie werden wir mit Gott verbunden?

Gutmeinende Menschen raten oft dazu, einfach im Namen Jesu Christi zu beten, dass Gott uns unsere Sünden vergeben möge. Dies ist ein Teil der Wahrheit, aber nicht genug, um durchzukommen. Um mit Gott verbunden zu werden, muss man die ganze „Notrufnummer“ mit den Zahlen in der richtigen Reihenfolge wählen!

Das obenstehende Zitat kommt nicht direkt vom Apostel Paulus. Er zitiert aus dem Buch des Propheten Joel im Alten Testament, welches im Kapitel 3 von dem Gericht Gottes spricht. In diesem Zusammenhang prophezeit Joel, dass, bevor der „grosse und furchtbare Tag des Herrn“ kommt, der Geist Gottes auf jeden ausgegossen wird, der seinen Namen zur Rettung anruft.

Jahrhunderte später war es dann soweit: nach der Auferstehung Jesu Christi aus dem Tod verkündete der Apostel Petrus, dass Joels Prophetie in Erfüllung gegangen war (Apg. 2,16-21).

Daraufhin wollten seine Zuhörer wissen, wie sie dann „den Namen des Herrn anrufen“ könnten. Hier ist die Antwort, die Petrus gab:

Ändert eure Gesinnung, und jeder von euch lasse sich taufen auf den Namen Jesu Christi zur Vergebung eurer Sünden! Und ihr werdet die Gabe des Heiligen Geistes empfangen.“ (Apg. 2,37)

Auch der Apostel Paulus, nachdem der auferstandene Jesus ihm erschienen war, bekam genau dieselbe „Rufnummer“ befohlen, um gerettet zu werden. Ihm wurde Folgendes gesagt:

„Und nun, was zögerst du? Steh auf, lass dich taufen und deine Sünden abwaschen, indem du seinen Namen anrufst!“ (Apg. 22,16)

Gott ist uns allen wohlgesinnt. Er will uns retten von unseren Schulden. Er will uns vergeben. Deswegen ist Jesus für uns gestorben, auferstanden und als Herr zur Rechten Gottes erhöht.

Seit nun 2000 Jahren ist Gottes Rufnummer bekannt. Aber leider haben sich viele im Laufe der Geschichte einer falschen Rufnummer verschrieben. Gott aber hat seine Nummer nie gewechselt. Es ist immer noch:

Hören, Glauben, Busse, Taufe.

Und zwar in der Reihenfolge.

„Nahe ist der HERR allen, die ihn anrufen, allen, die ihn in Wahrheit anrufen.“

    (Psalm 145,18)

David Tarjan