Weshalb ist die Frage nach unserer Herkunft so wichtig? Die Bibel beginnt mit dem Satz: “Im Anfang schuf Gott den Himmel und die Erde.” Als letzter Satz steht in der Heiligen Schrift: “Die Gnade des Herrn Jesus sei mit allen .” Zuerst wird von der Herkunft und den Ordnungen alles Physischen berichtet. Die zweite Schriftstelle aus dem letzten Buch der Bibel, der Offenbarung des Johannes, befasst sich mit der Existenz geistlicher Realitäten. Woher kommen Gnade, also auch Rettung und Gemeinschaft? Woher kommen diejenigen, welche diese empfangen, die Heiligen (Gott zugehörige, Christen)? Ist die Beantwortung der ersten Frage, nach der Herkunft des Materiellen, nicht unmittelbar mit der zweiten, derjenigen des geistlichen verknüpft?

Die Bibel führt uns Menschen von der Frage nach der physischen Schöpfung zu derjenigen der geistlichen. “Daher, wenn jemand in Christus ist, so ist er eine neue Schöpfung; das Alte ist vergangen, siehe, Neues ist geworden” (2. Kor. 5.17, siehe auch Gal. 6.15).

Zwei hauptsächliche Richtungen sind in der Frage nach unserer physischen Herkunft, ja nach der Herkunft des ganzen Universums zu erkennen: “die Evolutionslehre” und “die Schöpfungslehre”. Die Evolutionisten vertreten die Meinung, dass alles Leben durch naturalistische, mechanische Prozesse, ohne Mitwirkung einer übernatürlichen Kraft und Absicht entstanden sei. Über lange Zeit habe sich die Materie selbst organisiert und eine allmähliche Entwicklung vom Einfachen zum Komplexen, d.h. von unbelebten zu belebten, von niedrigen zu höheren Formen erfahren. Das Leben sei also planlos, durch das zufällige Zusammenspiel von Materie, Energie und Zeit entstanden.

Die Schöpfungslehre definiert andererseits, dass alle Lebensarten schlagartig und vollkommen in ihrer funktionellen Komplexität in Erscheinung getreten sind. Der Urheber allen Lebens ist der allmächtige Gott, wie er sich in der Bibel offenbart. Das Leben ist also aus dem Willen Gottes (und damit seiner Macht) nach seinem Plan entstanden. Seine Gedanken sind demnach die Informationen, welche das enorm komplexe Universum und was darin ist, erschaffen haben. Im Falle der Evolutionslehre ist die logische Absenz Gottes nur mit Zeit, (meistens Millionen von Jahren) erklärt.

Die Evolution lässt sich nicht durch wissenschaftliche Methodik bestätigen. Also ist sie weder ein Faktum noch eine bisher unwiderlegte Theorie – sie ist eine naturphilosophische Lehrauffassung. Die Evolution wird von vielen Menschen nicht deshalb anerkannt, weil sie tatsächlich beobachtet worden oder durch logische zusammenhängende Fakten nachgewiesen worden wäre, sondern weil die einzige Alternative, ein Schöpfungsakt, für sie völlig undenkbar ist. Nicht auch deshalb, weil ein Schöpfungsakt auch einen Schöpfer bedingen würde? Einen Schöpfer, der über seinen Geschöpfen steht?

Die Evolution behauptet nun, dass sich durch Zufall Leben bildet und zu immer komplexeren Formen entwickelt habe. Lebewesen sind aber Formen, in denen die höchsten bekannten Ordnungsgrade herrschen!

Bleibt uns bei unvoreingenommener, ehrlicher Betrachtung der Schöpfung etwas anderes übrig als niederzufallen (siehe auch Psalm 90) und den Schöpfer anzubeten? Welche Grösse, welche Stärke offenbart sich uns:

Von den unzähligen staunenswerten Dingen der Schöpfung Gottes, das Beispiel der kleinen Kolibris: Mit ihren 4g Körpergewicht gehören sie zu den kleinsten Vögeln überhaupt. Nonstop legen sie 800 km zurück. Bei einer Flügelschlagfrequenz von 50 Schlägen pro Sekunde sind das bei dem 18 Stunden Flug nicht weniger als 3.24 Millionen Flügelschläge, nota bene, ohne Unterbrechung. Sie legen sich vor dem Start einen Fettvorrat als Treibstoff an. Beim Kolibri sind das knapp zwei Gramm. Die energietechnische Optimierung ist hier vollendet! Betrachten wir die Flügel des Vogels: Von Messfühlern in den Muskeln und Gelenken werden pausenlos Stellung und Spannung analysiert und dem zentralen Nervensystem gemeldet. Befehle für diffizile Muskelbewegungen, Flügeldrehungen oder Federspreizen treffen ein: ein dauernder vielkanaliger Funkverkehr, immer auf der gleichen Welle. Nur ein solches nachrichtentechnisches Wunderwerk wie das der tierischen Nerven kann die verwirrenden und atemberaubenden Flugmanöver steuern. Diese Geschöpfe zeugen von ihrem Schöpfer! (siehe auch Ps 66.3 und 104.24)

Uns Menschen trennt unsere Sünde von unserem Schöpfer. Gott bietet uns an, neue geistliche Geschöpfe zu werden “eine neue Schöpfung”. In seinem Sohn JESUS CHRISTUS können wir zu unserem Schöpfer gehören (Joh. 3.16). Bei der Frage nach unserer Herkunft sind wir also mit der Realität einer physischen wie auch einer geistlichen Schöpfung konfrontiert.

Als Nachfolger Christi ist Gott also unser “zweifacher” Schöpfer! Lasst uns IHM danken und IHN anbeten, als seine physischen und geistlichen Geschöpfe!

Andreas