Wenn wir an Kostbarkeiten denken in unserem Leben, an was denken wir? Etwa an Ge­sundheit, Geld oder Freunde? Petrus schrieb seinen zweiten Brief an die, die einen gleich wertvollen Glauben erlangt haben wie wir. (2.Pet. 1,1)

Die Rückbesinnung auf die Kostbarkeit unseres Glaubens gehört in den Bereich der täg­lichen Erneuerung.

Die Überlegungen, die uns helfen die Kostbarkeiten unse­res Glaubens zu sehen, können sehr vielfältig sein.

Hiob, der ein frommer Mann war und einen starken Glau­ben hatte, erlebte eines Tages ein unbeschreibliches Un­glück, das ihn zwang, völlig neu über seinen Glauben nachzudenken! Die brennenste Frage, die ihn bewegte war:

Warum muss ich ein solches Unheil erleben, wo ich doch Gott die Treue gehalten ha­be? Das Leiden wurde zu einer so grossen Belastung, die ihn fast erdrückte. Er sah seine Gerechtigkeit in Frage gestellt.

Welche Frage hätte ihm wohl am besten weitergeholfen? Er hätte sich fragen müssen: Warum glaube ich eigentlich an Gott? Glaube ich an ihn, weil er der Schöpfer ist, der Allmächtige, der Weltenrich­ter, der Herr im Bereich der Gerechtigkeit? Oder glaube ich wegen materieller oder gesundheitlicher Vorzüge, oder wegen irgendeiner glücklichen Lage?

Hiob rang sich trotz allen Tücken und Fallen, in die man beim Denken geraten kann, zu der Überzeugung durch: Ich werde Gott schau­en zu meinem Heil. (Hiob 19,25-27)

Gott schauen zu unserem
Heil ist das grosse Ziel des
Glaubens. (Off. 22,3-5) Das ist es, was unseren Glauben so wertvoll macht. Unser Glaube hat einen unschätzba­ren Nutzen, den wir kaum ermessen können.

Deshalb will Gott, dass ihm alle Menschen vertrauen, weil der Glaube für uns so hilf­reich und nützlich ist. Den grössten Erwerb, den wir in diesem Leben erlangen kön­nen, ist Christus zu gewinnen. Das geschieht nur durch den Glauben. Was aber wird ge­schehen, wenn wir Gott nicht schauen werden zu unserem Heil?

Der Widerstand gegen die Gemeinde war am Anfang so gross, dass Geschwister um­gebracht wurden. (Apg. 7,57-60) Das sollte uns nicht ver­wundern, sie glaubten schliesslich an einen Herrn, der wegen seiner Treue zu Gott gekreuzigt wurde. (Apg. 26,9-11)

Was können wir daraus schliessen, wenn Jünger des Herrn auf den Tod verfolgt werden? Natürlich hängt Verfolgung nicht allein von ihrem Eifer ab. Es gibt Zeiten der Verfolgung und Zeiten der Ruhe, die der Herr schickt. (Apg. 9,31)

Es ist oft so, dass die Ge­meinde, gerade weil sie lau ist, durch Verfolgung oder Schwierigkeiten geprüft wird vom Herrn. (Off. 3,10)

Weil wir wissen, wie ent­schieden viele Menschen das Evangelium ablehnen, ist es eine umso grössere Freude, zu erleben, wenn jemand das Wort Christi annimmt. So war es auch damals schon. (Apg. 15,3-4) Es gibt nichts, was den Himmel derart in Bewegung setzt, wie die Um­kehr eines Menschen zu Christus. (Luk. 15,7) Daraus schöpfen wir neuen Mut und Kraft.

Wir wollen uns bewusst ma­chen, in welcher Jahreszeit wir uns befinden. (Joh. 4,35- 38) Wir stehen mitten in der Ernte und sammeln Frucht für’s ewige Leben.

Als Gemeinde rechnen wir unsere Zeit in Missionsjahren, es ist ständig Erntezeit. Worin besteht denn unsere Kraft zur Verkündigung des Wortes Gottes? In unserem Glauben, wenn unser Glaube uns mehr bedeutet als alles andere.

Es wird den Menschen schwerfallen einzusehen, dass unser Glaube etwas Begeh­renswertes und Brauchbares ist, wenn sie an uns nicht mer­ken, dass wir unseren Glauben über alles schätzen. Was ist dir dein Glaube wert?

Wolfram Schrader