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Brücken bauen
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Ist es einZufall, dass in Kriegen oft Brücken zerstört werden? Brücken verbinden. Wer war nicht schon froh, über eine Brücke gehen zu können? Brücken dienen als Verbindung zwischen zwei getrennten Landstücken. Die Brücke über einen reissenden Fluss – sie hebt eine Trennung auf! Eine Brücke als Verbindung zwischen Menschen. Es braucht dreierlei: das Baumaterial, jemand der die Brücke baut, und die welche darüber gehen wollen! Aus Berufung sind wir Brückenbauer; wir können über Brücken aufeinander zugehen. Schauen wir uns das Baumaterial an: “Liebe aus Gott”. LIEBE ist ein dehnbarer Begriff. Er muss definiert werden. Wie soll LIEBE definiert werden? Die Beschreibung des “Baumaterials” in der Definition Gottes: 1. Kor. 13.4-9. Was LIEBE– aus der Sicht unseres HERRN nicht ist: kein unausweichliches Gefühl, das man hat oder eben nicht hat. Zweifellos, Liebe verursacht Gefühle – aber sie ist nicht ein Gefühl. Echte Liebe erzeugt Emotion, ist aber viel mehr als eine Empfindung. Liebe, oder auch Nicht-Liebe ist kein unkontrollierbares Geschehen, dem man ausgeliefert ist, wie einem Virus. Dies ist eine Vorstellung geprägt durch “Hollywood”. Liebe als Virus definiert (also ein Gefühl, das kommt und geht) kann Menschen einsam und unglücklich machen. Die LIEBE, Agape (griech.) entspricht nicht unserer natürlichen Reaktion. Sie beschreibt eine neue Einstellung zum Gegenüber mit der Kraft Christi, weil sie lieben will, eine Wahl also. Liebe ist eine Wahl, entscheidbar Kol. 3.12-14. Liebe ist ein Verhalten und daher lernbar. Vonnöten ist Praxis im Brückenbau. Der Graffiti Spruch an einer Mauer : “Liebe ist etwas Wunderbares, ich habe schon viel darüber gelesen.” Der wirkliche Test ist nicht nur Kenntnis sondern Praxis! Liebe ist eine Handlung, eine Reaktion, etwas, das wir tun – nicht nur Worte, sondern Werke. 1. Joh. 3.18“...Kinder, lasst uns nicht lieben mit Worten, noch mit der Zunge, sonder in Tat und Wahrheit...”.Wenn Liebe nur ein Gefühl wäre, könnte sie nicht verordnet werden - verordnet vom Arzt JESUS CHRISTUS, damit wir gesunden und überhaupt als Brückenbauer tätig sein können! Wie baut man eine Brücke zu jemandem, den man nicht mag? Keinein faches Rezept! Brücken bauen zu Menschen, gegen die wir einen inneren Widerstand spüren, braucht eine massive Dosis Überwindung! Viele sind schneller bereit, die Strassenseite zu wechseln als das eigene Urteil/Vorurteiloder auch das “Verurteil”! Sicher gibt es einen Unterschied zwischen “LIEBEN” und “MOEGEN”.
 
Zur Ausrüstung zum Brückenbau gehört: Gottes Liebe selbst zu erfahren 1. Joh. 4.9-11.Man kann nicht selber weiter geben, was man nicht selber besitzt! Als Startpunkt steht somit die persönliche Erfahrung von Gott geliebt und für ihn von Bedeutung zu sein. Als eigene Voraussetzung gilt es denen zu vergeben, die mich verletzt haben. Wieso ist Vergebung für zwischenmenschliche Beziehungen “Brücken” so wichtig? Eph. 4.31-32 Es ist unmöglich Liebe (wie Gott sie definiert) zu einem Menschen zu praktizieren und gleichzeitig andere zu hassen. Ein verbittertes Herz ist ein gespaltenes Herz! “Agape” beachtet auch die Bedürfnisse des andern... Und: Liebe beginnt in der Gedankenwelt! Gedanken bestimmen unser Handeln! Machen wir uns darauf gefasst, dass Gott uns zusammen mit schwierigen Leuten in einen Topf steckt! Welches waren “schwierige Leute”, die JESUS begegnet sind? Menschen, von denen wir denken, sie hätten unsere Liebe am wenigsten verdient, brauchen sie am dringendsten. Jesus will überall Brücken bauen, sogar draussen in der Wildnis!! Es ist ein radikaler Plan: Lk 6.27-28: Brücken sogar zum Feind - unrealistisch? Auf der Basis von Gefühlen ist es unmöglich. Jesus redet von einer Willensentscheidung: “Ich will bauen”. Vergeben wie mir vergeben wurde. Gutes tun, den anderen beschämen, indem in seinem Interesse gehandelt wird. Segnen, positiv reden, mündliche Ermutigung geben. Beten: Gebet ändert nicht nur den andern, sondern auch mich. Ich kann nicht regelmässig für jemanden beten und ihn weiter hassen! Gott ist realistisch: er verlangt nichts Unmögliches von uns. Es liegt nicht an meinem nicht-können, sondern oft an meinem nicht-wollen. Dreieinhalb Jahre arbeitete Jesus mit demselben Team zusammen: Sie fuhren im selben Schiff, wanderten auf denselben Strassen, besuchten dieselben Häuser, assen am selben Lagerfeuer. Wie konnte JESUS zu seinen Männern so starke Brücken bauen, dass sie später bereit waren trotz Todesgefahr weitere selber zu bauen? Jesus musste sich mit offensichtlichen Eigenheiten abfinden, Schwächen ertragen. Er konnte ihre unausgesprochenen Gedanken lesen! Kannte geheimste Zweifel. Was wäre, wenn wir bei den Menschen, die wir lieben, alle Fehler, Abneigungen, Treuebrüche, die sie begingen auch zukünftig begehen würden, wüssten?! Fiel es Jesus schwer Petrus anzunehmen, obschon er wusste, dass er ihn verleugnen würde? Oder Thomas, der Jesus Auferstehung in Frage stellen würde? Wie war er fähig Menschen zu lieben, die gar nicht immer liebenswürdig waren?
 
Eine Antwort gibt Joh. 13.1-6. Hier ist der König des Universums mit Handtuch und Schüssel. Die Hände welche die Sterne formten waschen jetzt Schmutz von den Füssen der Jünger ab. Der eine, vor dem eines Tages Völker knien werden, kniet vor seinen Jüngern. Stunden vor seinem Tod hat Jesus eine aussergewöhnliche Sorge: Er möchte, dass die Jünger wissen, dass er sie liebt. Er möchte auch, dass wir es wissen! Gibt es eine Fassung wo steht: “Jesus wusch die Füsse aller Jünger, ausser die von Judas.”? Das Geheimnis so zu sein wie Jesus, liegt “im Aufsehen zu Jesus”. Versuchen den Blick von dem weg zu lenken, der uns verletzte, hin zu dem, der uns erlöst hat. Weil er uns liebt, weil er in uns lebt, können wir das gleiche tun. Weil er uns vergeben hat, können wir dasselbe tun. Als Jesus die Füsse seiner Jünger wusch – baute er Brücken! Die Genialität des Beispiels JESU besteht darin, dass die Verantwortung zum Brückenbauen dem Stärkeren und nicht dem Schwächeren auferlegt wird! Gute Beziehungen, tragfähige Brücken entstehen nicht, weil die “Schuldigen” bestraft werden, sondern weil die “Unschuldigen” barmherzig sind Kol. 3.12-17. Zusammenfassende Gedanken zum Brückenbauen: Wir sind von Gott angenommen, “Geliebte”. Seine Liebe ist das Baumaterial in unseren Händen. Ohne Vergebung ist jede Brücke sehr brüchig. Um Brücken zu bauen, braucht es unsere Willensentscheidung – lasst uns mit Gottes Hilfe bauen!
 
 
Andreas
 

 


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