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| Welchen Einfluss hat die Dankbarkeit auf unser Leben? | |
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Es kommt immer darauf an, welchen Standpunkt wir
im Leben einnehmen. Wir können alles als unser Recht ansehen
und sagen:"Ich habe das Recht auf Gleichheit, das Recht auf
eine gesunde geistige und körperliche Entwicklung. Recht
auf Nahrung, Wohnung und ärztliche Betreuung. Das Recht auf
Liebe, Verständnis und Fürsorge, das Recht auf Hilfe
in Notlagen."
Das klingt alles sehr fordernd, beanspruchend, selbstsüchtig und lässt wenig Raum zum Nachdenken über die Dankbarkeit. Wir können aber auch alles, was uns im Leben zukommt, auch wenn wir oft weniger haben als andere, als Geschenk verstehen. Wir verfallen schnell dem Gedanken, meine Kraft, meine Vernunft und Tüchtigkeit hat mir mein Auskommen oder meinen Wohlstand eingebracht. Wieviel Blindheit und Überheblichkeit versperrt uns oft den Weg zur Dankbarkeit. Wenn wir alles als Geschenk betrachten, gewinnen wir eine völlig neue Sicht in unserem Leben. Denn es ist offenbar, dass wir Beschenkte sind. Wir haben nichts in die Welt hineingebracht, auch unser Leben und unsere Fähigkeiten sind Geschenke. Ebensowenig werden wir etwas mitnehmen, wenn wir die Welt verlassen. Betrachten wir unser Leben als Geschenk, so beginnt die Dankbarkeit Gestalt anzunehmen. Wenn wir Beschenkte sind, so muss ein Geber da sein, dem wir alles verdanken. Es ist offenkundig, dass Gott der Geber aller guten Gaben ist. Niemand kann etwas nehmen, wenn er nichts hinlegt. Er hat den Samen gegeben, wir müssen säen, aber er lässt wachsen, er gibt das Gedeihen. Sobald wir uns aber anmassen, unser eigener Herr zu sein, bleibt der Dank auf der Strecke und somit auch die Wertschätzung für den Geber und für die Gaben. Im Römerbrief lesen wir von einer Verfinsterung im Denken der Menschen, weil sie sich von Gott abgesondert haben. Röm. 1,20 - 21 "Sein unsichtbares Wesen, das ist seine ewige Kraft und Gottheit, ist ja seit Erschaffung der Welt, wenn man es in den Werken betrachtet, deutlich zu ersehen, damit sie keine Entschuldigung haben, deshalb, weil sie Gott zwar kannten, ihm aber doch nicht als Gott Ehre oder Dank erwiesen, sondern in ihren Gedanken in eitlen Wahn verfielen und ihr unverständiges Herz verfinstert wurde." Das zeigt, wie wir uns im Leben berauben und unsere Lebensqualität beschneiden, wenn wir uns Gott gegenüber verschliessen. Beim Dank geht es nicht nur ums Danke sagen, sondern um eine dankbare Haltung und eine tiefe Wertschätzung Gott gegenüber. Bei Jesus finden wir diese herzliche Dankbarkeit, auch wenn es um das Essen geht: Es heisst: "Er nahm die fünf Brote und die zwei Fische blickte zum Himmel auf, sprach das Dankgebet darüber, brach die Brote und gab sie den Jüngern". Mk. 6,41 Dankbarkeit bringt uns in Gottes Nähe und erfüllt unser Leben mit einer neuen Gesinnung. Dankbarkeit muss gelernt werden, deshalb haben wir in der Bibel Belehrung über Dankbarkeit. Gott beschenkt uns nicht nur mit materiellen Gütern, vielmehr will er uns mit geistlichen Gütern beschenken und uns ewiges Leben geben. Der Beweis dafür ist die Hingabe seines Sohnes zu unserer Rettung, wie wir im Römerbrief lesen: "Er der seines eigenen Sohnes nicht verschont, sondern ihn für uns alle dahingegeben hat, wie sollte er uns mit ihm nicht auch alles schenken." Rö. 8,32 Dankbarkeit muss wachsen, deshalb die Belehrung. Denn Belehrung fördert die Dankbarkeit. Deshalb heisst es im Eph. 5,20: "Saget allezeit Gott, dem Vater, im Namen unseres Herrn Jesus Christus Dank für alles." Gott gebührt der Dank, wenn wir Gott den Dank versagen, so ist das eine Verachtung Gottes. Somit ist die Rückkehr zur Dankbarkeit eine Rückkehr zu Gott dem Herrn über Leben und Tod. Gott möchte, dass wir zu echter Dankbarkeit zurückfinden. Wolfram Schrader |
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