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| Glaube - in Erkenntnis der eigenen Schwäche | |
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Aus Momenten der Angst und des Zweifels an der eigenen
Stärke wächst das auf Gott sehen und IHM vertrauen.
Als es aber Abend geworden, war er (Jesus) dort allein. Das Boot aber war schon mitten auf dem See und litt Not von den Wellen, denn der Wind war ihnen entgegen. Aber in der vierten Nachtwache kam er zu ihnen, indem er auf dem See einherging. Und als die Jünger ihn auf dem See einhergehen sahen, wurden sie bestürzt und sprachen: Es ist ein Gespenst! Und sie schrien vor Furcht. Sogleich aber redete Jesus zu ihnen und sprach: Seid guten Mutes! Ich bin es. Fürchtet euch nicht! Petrus aber antwortete ihm und sprach: Herr, wenn du es bist, so befiehl mir, auf dem Wasser zu dir zu kommen! Er aber sprach: Komm! Und Petrus stieg aus dem Boot und ging auf dem Wasser und kam auf Jesus zu. Als er aber den starken Wind sah, fürchtete er sich; und als er anfing zu sinken, schrie er und sprach: Herr, rette mich! Sogleich aber streckte Jesus die Hand aus, ergriff ihn und spricht zu ihm: Kleingläubiger, warum zweifeltest du? Und als sie in das Boot gestiegen waren, legte sich der Wind. Die aber in dem Boot waren, warfen sich vor ihm nieder und sprachen: Wahrhaftig, du bist Gottes Sohn! Math. 14.22-33 Eine Frage: Wäre Petrus Jesus während eines ruhigen Tages, auf einem See ohne Wellen und ohne die damit verbundene Angst auf das Wasser gefolgt? Nein. Grosse Glaubensschritte werden selten aus ruhiger Berechnung heraus getan. Es war nicht menschliche Logik, die Mose dazu trieb, sein Volk in (durch) das Rote Meer hinein zu führen. Auch ist Naämann nicht basierend auf Erkenntnissen medizinischer Studien und Untersuchungen siebenmal im Fluss untergetaucht um gesund zu werden. Es war auch nicht der aufgrund seines menschlichen Verstehens, dass Paulus das "Gesetz (alter Bund) verliess und sich der Gnade (neuer Bund) zuwandte. Es war nicht eine berechenbare Sache, als eine Gruppe von Menschen in einem kleinen Raum in Jerusalem betete, Petrus möge aus dem Gefängnis freikommen. Viele in dieser Gruppe waren voller Angst, vielleicht verzweifelt. Es war eine Gemeinde ohne weitere Optionen. Der Beginn einer Handlung aus Glauben heraus wird oft aus dem Samen der Angst heraus geboren. Die Biografien von mutigen Menschen des Glaubens beginnen oft mit Kapiteln schlimmer Situationen. Angst vor dem Tod. Angst vor der Einsamkeit. Angst, das Leben verpfuscht zu haben. Angst, Gott nicht richtig zu begegnen. Der Glaube beginnt da, wo wir Gott "oben auf einem Berg sehen uns aber "unten im Tal bewegen und wissen, dass wir zu schwach sind, je selber auf diesen Berg zu kommen. Petrus, Moses und Naäman hatten ihr Bestes gegeben, aber es war nicht genug um in ihren Situationen bestehen zu können: der Sturm des Petrus, das Meer vor Ihm und die Ägyptische Armee im Rücken von Mose und die heimtückische Krankheit des Naämann. Auch die Gemeinde in Jerusalem wusste, dass sie zu schwach waren, Petrus aus dem Gefängnis zu holen. Glaube der in der Angst beginnt, endet damit, dass der Glaubende Gott näher kommt. "Petrus aber antwortete ihm und sprach: Herr, wenn du es bist, so befiehl mir, auf dem Wasser zu dir zu kommen! Es ist nicht ein logischer Schritt ins Wasser, welcher Petrus tut, sondern einer der Verzweiflung. Aber sein Schritt wird belohnt. Tun wir nicht dasselbe? Wir kommen zu Jesus in Situationen starker Hilfsbedürftigkeit. Wir verlassen "das Boot der guten Werke. Wir realisieren wie Mose, dass menschliche Stärke uns nicht retten wird. Wir realisieren wie Paulus, dass alle guten Werke der Welt nicht genug sind, um vor Gott bestehen zu können. Wir bitten um Hilfe. Wir hören seine Stimme. Jemand hat einmal gesagt, dass wenn wir unser Ohr lange genug an sein Wort legen, wir sein Herz schlagen hören. Dann steigen wir aus dem Boot und hoffen, dass unser Glaube gross genug sein wird. Glaube wird nicht am Verhandlungstisch geboren, wo wir unsere Talente für unsere Gottesnähe eintauschen. Glaube ist auch nicht eine Auszeichnung an diejenigen, welche am belehrtesten, am diszipliniertesten, am religiösesten sind. Glaube ist der verzweifelte Schritt aus dem sinkenden Boot menschlicher Bemühungen, er ist das Bitten, dass Gott da ist und uns aus dem Wasser zieht. Erstaunlicherweise werden wir fähig auf dem Wasser (unseres Lebens) zu gehen. Der Tod ist entwaffnet. Versagen sind vergebbar. Das Leben hat einen wirklichen Sinn. Gott ist nicht nur in Sicht, er ist sogar in Reichweite. Als Petrus zu sinken begann, schrie er: Herr rette mich! Sogleich aber streckte Jesus die Hand aus, ergriff ihn. Erinnern wir uns daran, wenn es uns passiert! André |
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