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Feuer des Glaubens
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Ein Herz kann aufhören zu schlagen.

Vor einiger Zeit haben wir miterlebt, wie das Herz eines erst 16-jährigen Jungen kalt geworden ist und seinen Dienst versagt hat.

Beim hinabschauen in das Grab des Jungen wurde die Vergänglichkeit unseres irdischen Daseins offenbar.

Die Traurigkeit der Familie und Freunde war gross und die Tränen wurden nicht zurückgehalten. Wer kann die Tiefe des Schmerzes ermessen, wenn das eigene Kind in jungen Jahren stirbt?

Was mag Gott der Schöpfer alles Lebenden, gedacht haben, als sein Sohn in den Händen von eifersüchtigen, machtgierigen in Sünde verstrickten Menschen (Römer, Israeliten, Griechen, Wir...) an ein Kreuz genagelt worden ist? Der Erstickungstod liess sein Herz stillstehen. Dafür schlägt in den Herzen unzähliger Menschen, welche sich für die Liebe Gottes entschieden haben, das Herz Jesu weiter. Dies auch wenn der physische Leib schon lange zu Staub geworden ist.

Die Vergebung unserer Verfehlungen, unserer Bosheiten, unserer Unvollkommenheiten wurde Wirklichkeit, weil Gott in seinem Sohn die Sühnung stellvertretend für uns auf sich genommen hat.

Vor etwa zweitausend Jahren befanden sich zwei Nachfolger Jesu auf dem Weg nach Emmaus, nicht allzu weit von Jerusalem entfernt (Lk 24.13-35). Sie unterhielten sich über alles was sich zugetragen hatte - Kreuzigung, Tod, Nachrichten der Auferstehung. Sie waren niedergeschlagen und wähnten sich von Gott verlassen - obschon dieser wenige Zentimeter neben ihnen den gleichen Weg ging! Geschieht es uns manchmal auch, dass unsere Augen "so gehalten sind, dass wir ihn nicht erkennen" (Lk 24.17) - obschon ER sehr nahe bei uns steht?

Das Wirken Gottes in seiner Schöpfung zu sehen, geschieht vielleicht auf einer Bergwanderung oder beim Blick in den klaren, mit Sternen übersäten unendlich scheinenden Nachthimmel. Eine mitfühlende Umarmung, ein in Verbundenheit geschriebener Brief, ein Dasein ohne viel zu fragen, ein füreinander Beten, ein aufmerksames Zuhören, eine mit Gottes Gedanken getränkte Belehrung sind auch Spuren der Nähe Gottes.

Als die Augen der Jünger aufgetan wurden sagten diese: "Brannte nicht unser Herz in uns, wie er auf dem Weg zu uns redete und wie er uns die Schriften öffnete?" (LK 24.32) Sie wussten, dass sie mit Jesus waren, wegen des Feuers in ihren Herzen.

Gott will auch in unseren Herzen das Feuer des Glaubens anfachen und auflodern lassen!

- Er gab Jeremia ein Feuer für Hartherzige.

- Er gab Nehemia ein Feuer für eine gottlose Stadt.

- Er entzündete Abraham das Herz für Land, das er vorher nie gesehen hatte.

- Er setzte Jesajas Herz in Flammen für seinen Gott zu leben.

- Vierzig Jahre fruchtloses Predigen konnten das Feuer in Noahs Herzen nicht auslöschen.

Herzen die für Gott schlagen...

Unsere physischen Herzen werden eines Tages ihren Dienst versagen. Die Verbundenheit mit unserem Schöpfer durch Jesus der Christus ist eine Verbindung in die Ewigkeit hinein. Eine Kategorie, welche wir nur schwer fassen können - auf die wir vertrauen und glauben. Weil Gott glaubwürdig ist.

Die "Gute Nachricht" kann auch noch im Jahr 2005 in einst kalten Herzen das Feuer des Glaubens bringen. Denn nicht Nägel hielten Gott am Kreuz fest - sondern Liebe zu uns Menschen.

Das Feuer des Glaubens macht uns warmherzig, füreinander und für Gott!

Jesus will uns mit seinem Feuer anstecken und mit diesem Licht den Weg in den Himmel erhellen. Uns und durch uns, all den Menschen, welchen wir begegnen. "Was du in andern entzünden willst, muss in dir brennen." sagt ein altes Sprichwort.

Ein inneres Feuer, das in Wort und Tat zum Ausdruck kommt - aber vor allem, in der Gnade Gottes.
 
 
Andreas
 

 


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