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| Fortschritt | |
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Als ich 1958 über den Klausenpass fuhr, hatte
es auf der Passhöhe noch ein Stück Naturstrasse. Noch
früher bestand der ganze Weg über den Pass aus steinigem
und erdigem Bodenbelag. Aber irgendwann wurde im Zuge des Fortschritts
der Weg verbreitert und geteert.
Was hätten wir gesagt, wenn die Leute sich gewehrt und darauf bestanden hätten, den Naturweg zu behalten? Wir hätten sicher gesagt, sie seien gegen den Fortschritt. Ist es nicht töricht, sich gegen echten Fortschritt zu wehren? Es sollte uns nicht überraschen, wenn wir erfahren, dass die Bibel ganz auf Fortschritt eingestellt ist. Die ganze Bergpredigt ist ein einmaliges Lehrstück, das uns zum Fortschritt bewegen will.. Mt. 5,48 " Ihr nun sollt vollkommen sein, wie euer himmlischer Vater vollkommen ist. Die Bibel bleibt nicht bei den alten ausgetretenen Wegen der Menschen stehen, die doch nur von Gott wegführen. Wege, die in den Tod führen, aber das Leben nicht geben können. Wir plagen uns immer wieder mit der gleichen Ungerechtigkeit, dem gleichen alten Hass, dem gleichen Neid und der Selbstsucht. Immer wieder werden wir eingeholt von Streit und Feindschaft, von Rücksichtslosigkeit und Gewalt. Genauso wie es einen Fortschritt gibt auf technischem Gebiet - indem wir abends nicht mehr die Oellampe anzünden, sondern nur den Schalter betätigen, um den ganzen Raum zu erhellen - genauso gibt es einen Fortschritt im geistlichen Bereich. Wir haben keinen Fortschritt gemacht, wenn wir am Ende unseres Lebens dastehen, ohne unseren Schöpfer kennengelernt zu haben, ohne zu wissen, was sein Plan ist für diese Welt, ohne zu wissen, warum er seinen Sohn auf die Erde gesandt hat. Fortschritt beginnt, indem wir anfangen von Jesus zu lernen. Indem wir erkennen, dass er nicht nur Mensch war, sondern der Sohn Gottes, der aus dem Himmel kam, um das Reich Gottes bekannt zu machen und aufzurichten. Der Fortschritt setzt ein, wenn wir unserer Verlorenheit innewerden, weil wir nicht nach Gott gefragt haben, ihn nicht geehrt und ihm nicht gedankt haben. Fortschritt beginnt mit einer neuen Haltung, das heisst einer neuen Gesinnung, die durch die Liebe Christi bewirkt wird. Diejenigen, die zum Glauben an Gott kommen, haben Hoffnung gefasst auf eine himmlische Zukunft, auf ein ewiges Leben. Sie haben von da an ein Leben geführt in Gemeinschaft mit Christus, sodass Paulus an die Gemeinde in Kolossä schreiben konnte: "Wir danken Gott, dem Vater unseres Herrn Jesus Christus, allezeit, wenn wir für euch beten, da wir von eurem Glauben an Christus Jesus gehört haben und von der Liebe, die ihr zu allen Heiligen habt, wegen der Hoffnung, die für euch in den Himmeln aufbewahrt ist. Von ihr habt ihr zuvor gehört im Wort der Wahrheit des Evangeliums, das zu euch gekommen ist, wie es auch in der ganzen Welt ist und Frucht bringt und wächst, wie auch unter euch von dem Tag an, da ihr es gehört und die Gnade Gottes in Wahrheit erkannt habt. So habt ihr es gelernt von Epaphras, unserem geliebten Mitknecht, der ein treuer Diener des Christus für euch ist und uns auch eure Liebe im Geist kundgetan hat. Kol. 1, 3-8 Das Evangelium, sowie es Zugang findet zu den Herzen der Menschen, beginnt Frucht zu tragen und wächst. Das Vertrauen zu Gott wächst, sodass er in unserem Leben wirkt. Durch seine Kraft und Gnade werden wir wirklich frei, frei von unserer sündigen Natur, von den Werken des Fleisches, wie wir das im Galaterbrief lesen und erleben das Wachstum, das Gott schenkt. Es heisst im Galater 5, 19-24: "Offenbar aber sind die Werke des Fleisches; es sind: Unzucht, Unreinheit, Ausschweifung, Götzendienst, Zauberei, Feindschaften, Hader, Eifersucht, Zornausbrüche, Selbstsüchteleien, Zwistigkeiten, Parteiungen, Neidereien, Trinkgelage, Völlereien und dergleichen. Von diesen sage ich euch im voraus, so wie ich vorhersagte, daß die, die so etwas tun, das Reich Gottes nicht erben werden. Die Frucht des Geistes aber ist: Liebe, Freude, Friede, Langmut, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut, Enthaltsamkeit. Gegen diese ist das Gesetz nicht. Die aber dem Christus Jesus angehören, haben das Fleisch samt den Leidenschaften und Begierden gekreuzigt. Menschen meinen, Erfolg zu haben in der Welt, das sei Fortschritt. Was nützt ein Fortschritt, wenn es bei der Selbstsucht und Gottfeindlichkeit bleibt, wenn der Mensch sich selbst zerstört. Es geht um den Fortschritt, der Gottes Wohlgefallen findet, denn ihm gegenüber sind wir verantwortlich, ihm müssen wir Rechenschaft geben, er hat Macht über Leben und Verderben. Wir haben unsere Möglichkeiten im geistlichen Bereich noch lange nicht ausgeschöpft. Der Fortschritt beginnt immer mit dem Gebet eines Menschen, der sich an Gott wendet im Vertrauen darauf, dass Gott uns liebt und uns ans Ziel führen kann. Paulus hat immer wieder von seinem Gebet gesprochen, als Mittel zum Fortschritt. Phil. 1, 9-11 " Und um das bete ich, dass eure Liebe immer noch reicher werde an Erkenntnis und allem Verständnis, damit ihr zu prüfen vermögt, was recht und was unrecht ist, auf dass ihr lauter und unanstössig seid auf den Tag Christi, erfüllt mit Frucht der Gerechtigkeit, die durch Jesus Christus gewirkt wird, zur Ehre und zum Lobe Gottes. Wolfram Schrader |
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