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FRIEDEN / Himmelreich Trilogie
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Vor einem Jahreswechsel wird bei Meinungsumfragen immer wieder die gleiche Frage an die Menschen gestellt: "Was wünschen Sie sich für das neue Jahr?" Eine der meist genannten Antworten lautet: Frieden auf dieser Welt. Viele Leute glauben, wenn kein Krieg zwischen den Völkern oder Nationen herrscht dann sei Friede. Aber der Friede wird schon durch Gewalt im kleineren Rahmen, ob physischer oder verbaler Natur, gestört.
 
Warum schafft es die Menschheit nicht, in Frieden miteinander zu leben? Weil es ohne Gerechtigkeit keinen Frieden geben kann "Und das Werk der Gerechtigkeit wird Friede sein" (Jes. 32,17) und umgekehrt, ohne Frieden keine Gerechtigkeit: "Die Frucht der Gerechtigkeit aber wird in Frieden gesät von denen, die Frieden halten" (Jak. 3,18). Da jedoch nur Gottes Gnade Gerechtigkeit schafft, (siehe Gemeindebrief Nr. 1291), muss der Mensch zuerst Frieden mit Gott schliessen.
 
Der Sündenfall war eine Kriegserklärung Adams und Evas gegen Gott. Seitdem leben die Menschen in Unfrieden mit dem Schöpfer. Da der Vater im Himmel eine Gemeinschaft des Friedens mit seinen Geschöpfen haben will, hat er vor ca. 2000 Jahren mit allen Menschen ein Friedensabkommen auf dem Hügel von Golgatha getroffen. Im Gegensatz zu Friedensverträgen, die von weltlichen Regierungen gemacht werden, sollte dieser Frieden ein dauerhafter werden und die Bedingungen für jeden einzelnen gleich sein. Bis heute hat dieser einmalige Vertrag Bestand. Gott hat von uns Menschen keine Opfer in Form von Zahlungen für Wiederaufbau gefordert, wie dies auf Erden von Siegermächten von den Besiegten verlangt wird, nein er hat, um diesen Frieden zu gewährleisten, ein eigenes Opfer gebracht und dies in der Person seines einzigen, geliebten Sohnes, der für unsere Auflehnung gegen ihn an unserer Stelle auf grausame Art büssen musste. Gott hat seinen Bund mit dem Blut von Jesus besiegelt: "Denn in ihm beschloss er die ganze Fülle wohnen zu lassen und durch ihn alles mit sich selbst zu versöhnen, indem er durch sein Kreuzesblut Frieden stiftete" (Kol. 1/19-20)
 
Was erwartet Gott von uns? Er verlangt nur, dass jeder Einzelne an die Gnadentat Jesu glaubt, sich mit den Bedingungen des Friedensvertrags einverstanden erklärt, ihn eigens mit Gott besiegelt und sich dadurch von ihm entwaffnen lässt. Dies geschieht, indem man sich taufen lässt.
 
Durch die Taufe sind wir gerechtgesprochen worden und sind ab sofort frei von Strafe für begangene Vergehen und Angriffe gegen Gott und Mitmenschen: "Da wir nun aus Glauben gerechtgesprochen worden sind, haben wir Frieden mit Gott durch unsern Herr Jesus Christus" (Röm. 5,1). Gott gewährt uns damit völligen Straferlass. Obschon wir auf dieser Erde die Konsequenzen für Sünden weiterhin tragen müssen, können wir durch die Gnade Gottes den inneren Frieden finden, weil sich unser Herr Jesus Christus als Schutzschild zwischen uns und unseren grössten Feind, den Satan gestellt hat und uns von der Angst des Todes befreit hat: "Frieden lasse ich euch zurück, meinen Frieden gebe ich euch. Nicht wie die Welt gibt, gebe ich euch. Euer Herz lasse sich nicht beunruhigen und verzage nicht!" (Joh. 14,27).
 
Sind wir nun völlig gefeit gegen weitere Angriffe gegenüber Gott? Leider nicht, denn wir erleben den täglichen Kampf zwischen dem Geist Gottes, den wir bei Vertragsabschluss bekommen haben und unseren fleischlichen Begierden. Wir werden auch als Begnadigte immer wieder an Scharmützeln gegen den Allmächtigen teilhaben aber dank dem Wort Gottes, das uns nun den Unterschied zwischen friedlichen und kriegerischen Taten erkennen lässt und vor Augen führt, was die Waffen der Zerstörung und die Werkzeuge zur Friedenserhaltung sind, werden wir zu Friedensstiftern ausgebildet, um an wichtigen Friedensgesprächen teilnehmen zu können.
 
Wir sind von Gott mit einer neuen Waffenrüstung ausgestattet worden, die uns befähigt, uns für einen gerechten, geistlichen Frieden einzusetzen. Im Epheserbrief 5,11-17 werden wir aufgefordert, diese anzuziehen mit einer Erklärung des Warums "Ziehet die ganze Waffenrüstung Gottes an, damit ihr den listigen Anschlägen des Teufels standhalten könnt! Denn unser Ringkampf geht nicht wider Fleisch und Blut, sondern wider die Gewalten, wider die Mächte, wider die Beherrscher dieser Welt der Finsternis, wider die Geisterwesen der Bosheit in den himmlischen Regionen. Darum ergreifet die ganze Waffenrüstung Gottes, damit ihr am bösen Tage Widerstand leisten und alles vollbringen und standhalten könnt! So haltet nun stand, an euren Lenden gegürtet mit Wahrheit und angetan mit dem Panzer der Gerechtigkeit und beschuht an den Füssen mit Bereitschaft für das Evangelium des Friedens, und ergreifet bei dem allem den Schild des Glaubens, mit dem ihr alle feurigen Pfeile des Bösen werdet löschen können! Und nehmet an euch den Helm des Heils und das Schwert des Geistes, welches das Wort Gottes ist!".
 
Wenn Jesus sagt "Meinet nicht, dass ich gekommen sei, Frieden auf die Erde zu bringen. Ich bin nicht gekommen, Frieden zu bringen, sondern das Schwert." (Mat. 10,34), ist das nicht ein Widerspruch zu seinen Taten und heisst nicht, dass wir als seine Jünger im Unfrieden mit anderen Menschen leben müssen, sondern es soll eine Kampfansage gegen die Sünde sein. Im Hebräer 12,14 steht geschrieben "Jaget dem Frieden mit jedermann nach und der Heiligung, ohne die niemand den Herrn schauen wird."
 
 
Bruno Schuler
 

 


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