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| Gemeinschaft | |
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"Du sollst den Herrn deinen Gott, lieben aus deinem ganzen
Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deiner ganzen Kraft
und mit deinem ganzen Verstand und deinen Nächsten wie dich
selbst." (Lk 10.27ff)
Worum geht es? Unser Miteinander nach Gottes Willen als seine Familie zu gestalten und als Gemeinschaft zusammenzuwachsen um uns gegenseitig zu unterstützen. Es geht darum, gesunde Beziehungen aufzubauen, zu entdecken wie wir einander innerhalb der Gemeinschaft Christi die Liebe, wie sie Gott meint, zu geben. Wie gut gelingen mir Beziehungen? Wähle ich mir einen bestimmten Kreis aus - eigene Familie, Gleichgesinnte, mir Sym-pathische? Wenn uns Gott als Familie bezeichnet verbindet uns ein starkes Band. Doch dies hat noch nicht zur Folge, dass wir immer liebevoll miteinander umgehen können. Himmel und Hölle sind wohl die grössten Gegensätze überhaupt. Auch unsere Beziehungen sind nicht natürlicherweise "himmlisch". Folgende Geschichte zeichnet ein Bild in Bezug auf die Qualität unserer Beziehungen. Ein Rabbi soll einmal Gott darum gebeten haben, den Himmel und die Hölle sehen zu dürfen. Gott erlaubte es ihm und gab ihm den Propheten Elia als Führer mit. Elia führte den Rabbi zuerst in einen grossen Raum, in dessen Mitte auf einem Feuer ein Topf mit einem köstlichen Gericht stand. Rundum sassen Leute mit langen Löffeln und schöpften alle aus dem Topf. Aber die Leute sahen blass, mager und elend aus, denn die Stiele ihrer Löffel waren zu lang, so dass sie das herrliche Essen nicht in ihren Mund bringen konnten. Als die beiden Besucher wieder draussen waren, fragte der Rabbi den Propheten, welch ein merkwürdiger Ort das gewesen sei. Es war die Hölle. Darauf führte Elia den Rabbi in den zweiten Raum. Der sah aber genauso aus wie der erste: In der Mitte brannte ein Feuer und darauf kochte ein köstliches Essen. Auch hier sassen Leute mit langen Löffeln in der Hand. Aber sie waren alle gut ernährt, gesund und glücklich. Und darin bestand ihr Geheimnis: Sie versuchten nicht, sich selber zu füttern, sondern sie benutzten die langen Löffel, um sich gegenseitig zu essen zu geben. Dieser Raum war der Himmel. Hat unsere Welt nur Menschen, welche lange Löffel haben und sich nur selber füttern wollen? Manchmal entsteht dieser Eindruck. Aber Gott hat seinen Sohn in diese Welt gesandt, damit wir von ihm lernen aufeinander zu schauen. Geschieht dies "automatisch" wenn wir ein Teil von Gottes Familie, der Gemeinde werden? Aus der wachsenden Erkenntnis was Gott uns in Jesus gegeben hat können wir fähig werden selber Liebesgaben auszuteilen: Der echte Glaube wird erkennbar aus den Werken der Liebe. Es sind nicht Werke die ins "Guiness Buch der Weltrekorde" eingehen, sondern oft unscheinbare Dinge - zumindest aus mensch-licher Betrachtung: Wieviel Wert hat ein aufmunternder Brief, ein Telefonanruf, ein umsorgendes Nachfragen in schwierigen Zeiten? Wieviel ein inniges Gebet für meinen Bruder, meine Schwester. Wieviel Wert hat praktische Hilfe, echte Unterstützung in Zeiten des Sturms? Diese Dinge werden nie die fetten Schlagzeilen der Medien füllen. Aber trotzdem sind sie aufgeschrieben. "Der König wird zu denen zu seiner Rechten sagen: Kommt her, Gesegnete meines Vaters, erbt das Reich, das euch bereitet ist von Grundlegung der Welt an; denn mich hungerte und ihr gabt mir zu essen; mich dürstete, und ihr gabt mir zu trinken, ich war Fremdling, und ihr nahmt mich auf; ich war nackt, und ihr bekleidetet mich; ich war krank, und ihr besuchtet mich; ich war im Gefängnis, und ihr kamt zu mir Wahrlich, ich sage euch, wenn ihr es einem dieser geringsten meiner Brüder getan habt, habt ihr es mir getan." (Mat. 25.34ff) Besuchen, aufnehmen, hingehen, geben . Dies sind nicht "nur" Worte Jesu, dies sind auch seine Taten - bis zur letzten Konsequenz. Lasst uns auch konsequent sein in der Liebe. Vielleicht ist dein Bruder, deine Schwester krank, vielleicht hat er oder sie die Arbeitsstelle verloren, vielleicht ist er oder sie einsam - Jesus wartet auf UNSEREN Anruf, UNSEREN Brief, UNSEREN Besuch, UNSERE ausgestreckte Hand. Wagen wir dieses Leben - Gott ist mit uns! Andreas |
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