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| "Ist Gott für uns, wer mag wider uns sein?" | |
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"Vater, ich will, dass die, welche du mir
gegeben hast, auch bei mir seien, wo ich bin, damit sie meine
Herrlichkeit schauen, die du mir gegeben hast, denn du hast mich
geliebt vor Grundlegung der Welt."
Jesus in Joh. 17.24 Im Geschäftsleben prägen oft hierarchische Strukturen den Umgang zwischen den Menschen: Das Büro des Generaldirektors oder des Verwaltungsratspräsidenten darf nur nach Anmeldung und Terminvergabe durch das Generalsekretariat betreten werden. Ehrerbietig, natürlich oft auch in Augendienerei, verhalten sich Menschen in Anwesenheit solch hochgestellter Persönlichkeiten. Ja, diese haben Macht, sie entscheiden oft über wichtige Determinanten des Berufslebens ihrer Untergebenen. Natürlich trifft auch auf diese Menschen zu, was Gott über seine Geschöpfe in 1. Mose 3.19 ("Denn Staub bist du, und zum Staub wirst du zurückkehren!") sagt. Herrscht zwischen dem Allmächtigen Gott und den Seinen auch ein Verhältnis Generaldirektor - Angestellter? Wie verhält es sich mit der Stellung von uns Christen, Gott gegenüber? Sind wir einfach Gottes Unterstellte, oder sind wir Gottes Mit - arbeiter (2. Kor. 6.1) ? Ja was macht den Unterschied? Ist es nicht die unendliche Liebe, welche Gott zu uns hat? Gott ist nicht unnahbar - Gott ist nahbar! Gott beschreibt die Beziehung, die er anstrebt, in mehreren Bildern. Eines davon ist dasjenige vom Weinstock und den Reben (Joh. 15, 5-7). Gott möchte uns so nahe sein wie die Rebe dem Weinstock. Die Rebe ist eine Verlängerung des Weinstocks. Man kann nicht genau sagen, wo das eine anfängt und das andere aufhört. Die Rebe ist nicht nur während der Zeit des Fruchttragens mit dem Weinstock verbunden. Der Gärtner bewahrt die Rebe nicht in einer Schachtel auf und klebt sie an den Weinstock, wenn er Trauben haben möchte. Nein, die Rebe zieht andauernd Nahrung aus dem Weinstock. Eine längere Trennung bedeutet den sicheren Tod. Was für eine gute Nachricht für uns! Wir sind nie von Gott getrennt! ER ist nie fern von uns - nicht einen Augenblick lang. Gott kommt nicht am Sonntagmorgen zu uns, um uns am Sonntagnachmittag wieder zu verlassen. Er bleibt in uns, ist ständig in unserem Leben zur Stelle. Menschen, die lange Jahre zusammenleben, werden einander ähnlich. Wenn wir mit Gott leben, nehmen wir seine Gedanken, seine Grundsätze, seine Haltungen an. Wir nehmen seinen "Herzschlag" an. Und wie in einer (guten) Ehe ist der Gedankenaustausch keine Last. Er macht vielmehr Freude. Die Gemeinschaft mit Gott ist wohltuend. König David ist nicht der einzige Verfasser der Bibel, welcher darauf hinweist, dass die Gegenwart Gottes allezeit wahrgenommen werden kann (Psalm 139, 1-6). Die folgenden knappen Aussagen aus der Feder des Paulus sind "Gemeinschaftsverstärker": 1. Thess 5.17, Röm. 12.12-14., Eph 6.18, Kol 4.2-6, Phil 4.6-9. Wie entdecke ich die unsichtbare Hand Gottes auf meiner Schulter, wie vernehme ich seine unhörbare Stimme in meinem Ohr? Ein Schaf wird mit der Stimme des Hirten vertraut: Schenken wir doch Gott schon am Morgen unsere Gedanken! Treten wir vor ihn, bevor wir den Tag in Angriff nehmen. Geben wir ihm unsere Zeit - er schenkt uns seine! Durch die Jahrhunderte hindurch haben Christen den Wert kurzer Stossgebete gelernt - Gebete, die überall, in jeder Umgebung, geflüstert werden können. Stellen wir uns vor, jeden Augenblick als eine mögliche Zeit der Gemeinschaft mit Gott zu betrachten. Am Ende unseres Lebens werden wir durchschnittlich sechs Monate vor Verkehrsampeln verbracht haben, Monate damit, Reklamebriefe zu öffnen, Jahre damit, nach verlorenen Dingen zu suchen und wahrscheinlich fünf Jahr mit Schlangestehen. Warum schenken wir diese Augenblicke nicht Gott? Beten wir einfach da, wo wir sind. Dann wird unsere Küche zu einer Gebetsstätte und das Arbeitszimmer zu einem Gotteshaus. Schenken wir Gott unsere Gedanken auch am Abend! Widmen wir IHM unsere Gedanken auch am Ende des Tages! Beschliessen wir den Tag wie wir ihn begonnen haben: im Gespräch mit IHM! Stellen wir dem Allmächtigen Fragen zu allem Schwerem und bitten um seine Barmherzigkeit, um SEINE Kraft. Machen wir uns keine Sorgen, wenn wir beim Beten einschlafen. Gibt es etwas Besseres als in den Armen unseres (himmlischen) Vaters einzuschlafen? André |
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