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| Hoffnung auf die Zukunft! | |
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Für viele Menschen hat das Wort "Zukunft"
einen guten Klang. Es klingt vielversprechend. Denn meistens gibt
es in der Gegenwart etwas Unvollkommenes, Unfertiges, Unangenehmes.
Unzufriedenheit mit der Gegenwart veranlasst die Menschen, ihre
Hoffnung auf die Zukunft zu setzen. Die Zukunft, wie ungewiss
sie auch sein mag, hat immer etwas Anziehendes an sich, einen
besonderen Reiz. Seit jeher haben Menschen auf eine bessere Zukunft
gehofft.
1. Mo. 5, 28-31: "Als Lamech 182 Jahre alt war, zeugte er einen Sohn; den hiess er Noah, indem er sprach: Dieser wird uns Erquickung schaffen von unserer Arbeit und der Mühsal unserer Hände durch den Acker, den der Herr verflucht hat. Und nachdem Lamech den Noah gezeugt, lebte er noch 595 Jahre und zeugte Söhne und Töchter. So betrug Lamechs ganze Lebenszeit 777 Jahre; dann starb er." Bei der Geburt seines Sohnes Noah hatte Lamech grosse Hoffnung geschöpft. Aus seinen Worten spricht eine starke Sehnsucht nach Erleichterung, nach Ruhe und Erquickung von der harten Arbeit. Was hat die Zukunft gebracht, die Noah erleben konnte? Nicht Erquickung, sondern das Gericht der Sintflut. Wir leben heute in der Zukunft, auf welche die Menschen in der Vergangenheit gehofft haben. Die Zukunft ist endlich da! Jede Generation kann das sagen. Jede Generation hat das Vorrecht, in der Zukunft zu leben, auf die andere gehofft haben. Ist das nicht fantastisch? Jede Zukunft ist zugleich auch Gegenwart, eine Gegenwart geprägt von menschlichen Unzulänglichkeiten. Wie sah die Gegenwart Noahs aus? 1. Mo. 6, 5-8: "Als aber der Herr sah, dass der Menschen Bosheit gross war auf Erden, und dass alles Dichten und Trachten ihres Herzens die ganze Zeit nur böse war, da reute es den Herrn, dass er den Menschen geschaffen hatte auf Erden und es bekümmerte ihn tief. Und der Herr sprach: Ich will die Menschen, die ich geschaffen habe, vom Erdboden vertilgen, die Menschen sowohl als das Vieh, auch die kriechenden Tiere und die Vögel des Himmels; denn es reut mich, dass ich sie gemacht habe. Noah aber hatte Gnade gefunden vor dem Herrn." Wer ahnte, dass die Zukunft so gewaltige Umwälzungen brächte? Wie zum Beispiel die Sintflut. Es erfolgte eine Herabsetzung des Alters (1. Mo.6, 3: "Da sprach der Herr: Mein Geist soll nicht immer im Menschen walten, dieweil auch er Fleisch ist, und seine Lebenszeit sei 120 Jahre."), ein Wandel der Sprache in mehrere Tausend Dialekte beim Turmbau zu Babel. Und was schlimmer ist als alles, eine beharrliche Abwendung von Gott. Wir können durch die Geschichte gehen, und zwar durch die Geschichte Israels, was werden wir feststellen? Mit wenigen Ausnahmen war der Allgemein-zustand unbefriedigend. Hos. 4, 1-3: "Höret das Wort des Herrn, ihr Söhne Israels! Denn der Herr hat zu rechten mit den Bewohnern des Landes, dass so gar keine Treue und keine Liebe und keine Gotteserkenntnis im Lande ist. Man schwört und lügt, man mordet und stiehlt, man bricht die Ehe und übt Gewalttat, und Blutschuld reiht sich an Blutschuld. Darum wird trauern die Erde und verschmachten wird alles, was darauf wohnt, Tiere des Feldes und Vögel des Himmels; ja, auch die Fische des Meeres werden dahingerafft." Deshalb waren die prophetischen Schriften Israels, welche die gegenwärtigen Zustände stark getadelt haben, durchsetzt mit Hoffnung. Jes. 9, 6-7: "Denn ein Kind ist uns geboren, ein Sohn ist uns gegeben, und die Herrschaft kommt auf seine Schulter, und er wird genannt: Wunderrat, starker Gott, Ewigvater, Friedefürst. Gross wird die Herrschaft sein und des Friedens kein Ende auf dem Throne Davids und über seinem Königreiche, da er es festigt und stützt durch Recht und Gerechtigkeit von nun an bis in Ewigkeit. Das wird der Eifer des Herrn der Heerscharen sein." Hoffnung auf Zukunft. Nicht eine Zukunft, die der Willkür überlassen bleibt, sondern eine, die von Gott geplant war. Eine Zukunft mit Christus. Eine Zukunft, die nicht nur ein Wahn ist, die uns nicht enttäuscht, die uns nicht wieder auf eine spätere Zukunft vertröstet, welche uns leer lässt.
Kein Mensch vermag unsere tiefsten seelischen Bedürfnisse zu stillen. Vielmehr geraten wir stets aufs neue in Unruhe und verlegen die Erfüllung unserer Wünsche in die Zukunft. Was soll uns die Zukunft bringen? Wenn die Zukunft uns etwas Befriedi-gendes bringen soll, etwas, das Bestand hat, was nicht von Vergänglichkeit gezeichnet ist, dann müssen wir jetzt ernst machen mit unserer Hingabe an Christus. Mt. 11, 28-30: "Kommt her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid, so will ich euch Ruhe geben. Nehmet mein Joch auf euch und lernet von mir, denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig; so werdet ihr Ruhe finden für eure Seelen. Denn mein Joch ist sanft und meine Last ist leicht." Ruhe für die Seele durch Christus ist das Kostbarste, was wir gewinnen können. Ruhe für die Seele kann nur zustande kommen, wenn wir mit Gott im Einklang sind, wenn wir uns durch den Opfertod Christi versöhnen lassen mit unserem Schöpfer. Bedenken wir, was in der Zukunft für uns noch aussteht. Die Zukunft bringt nicht nur die mögliche Erfüllung unserer Wünsche, sondern sie bringt vielleicht harte Prüfungen. Sie bringt den Tod und die Verantwortung vor Gottes Gericht. Auch das ist Zukunft, der wir nicht ausweichen können. Mit Christus dürfen wir vertrauensvoll in die Zukunft gehen. Er lässt uns nicht ohne Hoffnung. Wolfram Schrader |
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