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| Ist Gott wirklich da? | |
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Es rumort in unserem Inneren, Himmel und Hölle sind keine
weltfremden Begriffe. Vielmehr sorgen sie immer wieder für
Gesprächsstoff im Alltag.
Unser Leben verläuft nicht so gradlinig nach unseren Wünschen sondern stellt uns von Zeit zu Zeit vor verschiedene Schwierigkeiten, die uns zum Nachdenken herausfordern. Wer ist Gott in der Bibel? Was kann man über ihn wissen? Warum beschäftigten sich so viele Menschen immer wieder damit? Wie kann man in dem Wirrwar der Meinungen zu klaren Erkenntnissen kommen? Ein Fischer aus Galiläa machte die Bekanntschaft des Zimmermanns aus Nazareth. Der zog umher in Galiläa und lehrte in den Städten und Dörfern. Er redete vom Reich Gottes und heilte alle Kranken, die zu ihm gebracht wurden. Jesus der Nazaräer, wie er genannt wurde hielt sich oft am See von Genezareth auf, und die Leute kamen zu ihm. Hier geschah die merkwürdige Begegnung. "Es war noch früh", erzählt der Fischer. "Wir hatten des Nachts gearbeitet, aber ohne Erfolg. Solche Zeiten gibt es, sie sind zwar enttäuschend, doch damit muss man rechnen. Nachdem wir unsere Boote an Land gezogen hatten machten wir uns daran die Netze zu waschen. Immer mehr Volk begann sich am See anzusammeln, hier musste was los sein. Plötzlich kam er am Ufer entlang, er ging auf mein Boot zu, stieg hinein und sagte: "Könntest du mich ein wenig vom Land wegfahren." Ich schob das Boot ins Wasser und fuhr ein Stück hinaus. Nun setzte er sich und begann vom Boot aus die Volksmenge zu lehren. Sehr eindrücklich, er redete von Gottes Gerechtigkeit, vom Reich Gottes und von der Dringlichkeit umzukehren und ein gottesfürchtiges Leben zu führen. Plötzlich hörte er auf zu reden, es war still, die Leute hatten aufmerksam zugehört, da wandte er sich an mich und sagte: "Fahre hinaus, wo das Wasser tiefer ist und werfe dein Netz zum Fang aus. Ich war überrascht, ein Zimmermann, der einem Fischer sagen will, wann die Zeit günstig ist für einen guten Fang. Ich erwiderte: " Meister wir haben die ganze Nacht hindurch gearbeitet und nichts gefangen," aber weitere Einwände blieben mir im Halse stecken und ich fügte hinzu, "doch auf dein Wort will ich die Netze auswerfen." Als ich dann nach dem ersten Wurf das Netz einziehen wollte, merkte ich, dass es zu schwer war. Wir brauchten Hilfe. Durch Winken verständigten wir unsere Kollegen, die gleich herbeikamen und Hand anlegten. Wir trauten unseren Augen nicht, es hatte Fische wie noch nie zuvor. Als die Netze geleert waren, waren beide Boote so gefüllt, dass sie fast untergingen. Erst jetzt wurde mir klar was geschehen war, erst jetzt wurde mir die ganze Macht dieses Mannes bewusst und ein Schaudern überkam mich. Diese Aus-sergewöhnlichkeit, diese Überlegenheit, diese Heiligkeit konnte nicht von Menschen stammen. Nie im Leben habe ich mich so unwürdig gefühlt wie in diesem Moment. Ich warf mich auf die Knie vor ihm nieder und bat ihn: "Geh hinaus von mir, denn ich bin ein sündiger Mensch, oh Herr!" Doch der Zimmermann blieb gefasst und ermutigte mich mit den Worten: "Fürchte dich nicht, von nun an wirst du Menschen fangen." Das war der Wendepunkt in meinem Leben. Wir brachten die Schiffe an Land, liessen alles stehen und liegen und gingen mit ihm. Wie oft habe ich in der Synagoge die Predigten der Rabbiner gehört. Reden aus dem Leben Abrahams, Moses, Davids, vom Untergang Jerusalems, der Rückkehr aus der babylonischen Gefangenschaft und von vielem mehr. Aber so wie dieser Jesus, hat noch nie jemand geredet. Das sind Worte ewigen Lebens. Wo bekommt man so etwas zu hören? Da wird die Schrift wieder lebendig in ihrer ganzen Heiligkeit. Die Gebote bekommen scharfe Konturen und einen majestätischen Glanz. Und Gott scheint ganz nahe zu sein, in der Erscheinung Jesu nimmt er Gestalt an. Das ist Wirklichkeit, Gott ist wirklich da. Keine Ablehnung, kein Tadel, keine Verachtung, sondern Trost. Ein Vorwärts- schauen auf ein Leben mit Gottes Fülle.
Das darf ich nicht verpassen!"
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