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| Wenn das Licht fehlt | |
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Es war schon Nacht, als sie an ihrem Ferienort in
der Toskana ankamen. Sie trugen ihre Koffer ins Haus und richteten
sich in ihrem Zimmer ein. Eine grosse Verandatüre führte
auf den geräumigen Balkon, von wo aus man die ganze Landschaft
überblicken konnte. Die Luft roch nach Pinien und allerlei
Blütenduft.
Aber unter diesen Umständen war es unmöglich, auch nur einen Blick der herrlichen Gegend zu erhaschen, es fehlte das Licht. So blieb es bei der Vorfreude auf den kommenden Tag, der alles ans Licht bringen sollte. Dunkelheit versperrt uns oft die Sicht und schränkt unsere Wahrnehmung stark ein. In der Finsternis unterscheiden wir uns nicht von einem Blinden. So wie uns die Finsternis den Blick auf eine schöne Landschaft versperrt, so verdunkelt eine noch schlimmere Finsternis unseren Blick für Gott! Warum wissen so viele Menschen nichts von Gott? Warum ist ihnen Gottes Natur und Wesen fremd? Warum leben die Menschen in Ungerechtigkeit und Sünde und gefallen sich darin? Ihnen fehlt das Licht des Evangeliums, das unsere Gedanken erleuchtet. Sie haben es zugelassen, dass ihr Sinn verdunkelt wurde. Im 2. Kor. 4, 3-4 erklärt uns Paulus: Ist aber unser Evangelium auch verhüllt, so ist es bei denen verhüllt, die verlorengehen, in denen der Gott dieser Welt die Gedanken der Ungläubigen verblendet hat, damit sie nicht schauen könnten die Erleuchtung durch das Evangelium von der Herrlichkeit Christi, der das Ebenbild Gottes ist. Der Gott dieser Welt ist der Satan, dessen Werk darin besteht, die Herzen der Menschen zu verfinstern. Wir haben gerade gelesen: ohne das Licht des Evangeliums sind wir verloren. Wir haben richtig gelesen und gehört: ohne das Licht Gottes gibt es keine Rettung. Johannes in seinem Evangelium macht uns bekannt mit einer aussergewöhnlichen Person, von Gott gesandt, indem er sagt: "Das wahre Licht, das jeden Menschen erleuchtet, kam in die Welt." Joh. 1, 9 Die Aussage Jesu an seine Volksgenossen ist beeindruckend, wenn er ihnen versichert: Ich bin das Licht der Welt! Joh. 8, 12 Jesus liess es nicht bei dieser Behauptung bewenden, sondern schenkte vielen Blinden das Augenlicht, als Beweis seiner göttlichen Macht. Als Beweis dafür, dass er von Gott gesandt worden war und als Hinweis darauf, dass Gott Licht ist. Licht ist ein Werk der Schöpfung Gottes, ohne das wir seine Werke nicht bewundern könnten. Genauso wie Gott am Anfang Licht schuf, muss er auch unsere Herzen erleuchten. Lesen wir weiter im 2. Kor. 4, 6 Denn Gott, der gesagt hat: Aus der Finsternis soll Licht aufstrahlen! Er ist es, der es in unseren Herzen hat aufstrahlen lassen, sodass wir erleuchtet wurden durch die Erkenntnis von der Herrlichkeit Gottes auf dem Angesicht Christi." Das sagt Paulus von denen die an Christus glaubten, die dem Sohn Gottes Raum geschenkt hatten in ihren Herzen. Licht hat mit Erkenntnis zu tun, mit Gotteserkenntnis. Unwissenheit über Gott ist ein Zeichen von Verfinsterung. Warum sträuben sich so viele Menschen gegen das Evangelium Christi? Jesus hat es gesagt. Denn das Licht bringt ein Gericht in die Welt, damit offenbar wird, was in den Herzen der Menschen steckt. "Darin besteht das Gericht, dass das Licht in die Welt gekommen ist, und die Menschen liebten die Finsternis mehr als das Licht; denn ihre Werke waren böse. Denn jeder, der Böses tut, hasst das Licht und kommt nicht zum Licht, damit seine Werke nicht aufgedeckt werden. Wer aber die Wahrheit tut, kommt zum Licht, damit seine Werke offenbar werden, dass sie in Gott getan sind. Eine traurige Feststellung, eine entsetzliche Tatsache, Menschen lieben die Finsternis mehr als das Licht. Aber dabei muss es nicht bleiben, dabei soll es nicht bleiben. Wenn wir bereit sind nach Christus zu fragen und ihn als die massgebliche Person zu erkennen, als den Sohn Gottes, dann können wir aus der Finsternis befreit werden. Als Paulus seinen Brief an die Gemeinde in Ephesus schrieb, konnte er zu den Gläubigen sagen: "Denn einst wart ihr Finsternis, jetzt aber Licht im Herrn; wandelt als Kinder des Lichts! denn die Frucht des Lichts besteht aus lauter Güte und Gerechtigkeit und Wahrheit. Was werden wir Gott einmal antworten im Gericht, wenn wir das Licht gemieden haben? Wir hoffen, dass wir zu denen gehören, die nicht leichtfertig sind, sondern sich aufmachen, um das Licht zu suchen. Wolfram Schrader |
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