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Preisgeben, um zu gewinnen!
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Jesus war sich seiner Sache sicher, d.h. der Sache mit dem Reiche Gottes. Er bestätigte vor Pilatus: "Du sagst es, dass ich ein König bin. Ich bin dazu geboren und dazu in die Welt gekommen, dass ich für die Wahrheit zeuge. Jeder, der aus der Wahrheit ist, hört meine Stimme." Joh. 18,36
 
Als Jesus das sagte, stand er unter grossem Druck von seiten der Juden, die seine Kreuzigung forderten, und weil er ein Volksverführer sei und sich selbst zum König gemacht habe. Sein Leben stand auf dem Spiel.
 
Jesus blieb aber bei dem, was er schon immer gelehrt hatte, nämlich, dass der Vater ihn gesandt hatte, um für die Wahrheit zu zeugen.
 
In seiner Sache geht es um nichts Geringeres als die Wahrheit. Wahrheit ist unabänderlich, Wahrheit allein kann uns zum Ziel führen. Wahrheit lässt sich durch nichts ersetzen.
 
Jesus musste nichts vortäuschen oder leere Versprechungen machen. Er hat etwas zu bieten, was ewigen Bestand hat. Denn er ist das Licht der Welt, er ist der Weg, die Wahrheit und das Leben, er ist die Auferstehung, er ist das Lamm, das die Sünde der Welt trägt. Nur Jesus kann Rettung bieten. Wir können unsere eigenen Wege gehen, Jesus zwingt uns nicht zu unserem Heil.
 
Jesus hatte vom Brot des Lebens gesprochen, denn er ist das Brot, das der Welt Leben gibt. Dieses Bild soll den Menschen vor Augen führen, dass nur Jesus der Welt ewiges Leben geben kann, wenn sie an ihn glauben.
 
Als seine Jünger diese Rede gehört hatten, waren sie entrüstet und sagten: Diese Rede ist hart, wer kann sie hören? Viele von ihnen zogen sich darauf (von ihm) zurück und wandelten nicht mehr mit ihm.
 
Das hätte eine Enttäuschung sein können für Jesus, die ihn unsicher machte, oder ihn zu Kompromissen bewegte. Jesus wollte niemand zwingen, aber er wusste, dass viele nicht bereit waren ihm zu vertrauen.
 
Die 12 Jünger aber, die zum engeren Kreis gehörten, die Jesus als Apostel ausgewählt hatte, hatten miterlebt, wie die Vielen sich von Jesus abwandten, so wurde die Abkehr der Vielen auch für die Apostel zum Prüfstein. Sollten sie trotzdem zu Jesus halten, wenn sich die grosse Mehrheit davonmachte?
 
Jesus hatte nicht vor, sie krampfhaft zu halten oder sie sogar zu überreden. Im Gegenteil, Jesus half ihnen eine Entscheidung zu treffen, die aus ihrer Ueberzeugung kam.
 
Jesus fragte sie: "Wollt etwa auch ihr hinweggehen?" Simon Petrus antwortete ihm: "Herr, zu wem sollten wir gehen? Du hast Worte ewigen Lebens, und wir haben geglaubt und erkannt, dass du der Heilige Gottes bist." Joh. 6,66-69
 
Jesus hat seine Jünger geliebt, aber es war ihm ein Anliegen, dass ihr Glaube echt war und somit auch dauerhaft. Natürlich will Jesus Menschen gewinnen, auch seine Apostel wollte er gewinnen, aber nicht um jeden Preis.
 
Ewiges Leben ist ein kostbares und teures Angebot und Petrus hatte erkannt, dass niemand sonst etwas dergleichen zu bieten hatte. Somit war Jesus bereit, seine Jünger loszulassen, um sie zu gewinnen.
 
Darin liegt eine grosse Weisheit, preisgeben um zu gewinnen. Gott hat für uns ein einmaliges Angebot und die Langmut zu warten, bis wir die Kostbarkeit seines Evangeliums erkennen. Er möchte nicht, dass wir ihm aus Zwang dienen, sondern aus dankbarer Anerkennung für das, was er für uns getan hat:
 
Loslassen, um zu gewinnen.
 
"Deshalb liebt mich mein Vater, weil ich mein Leben hingebe, damit ich es wieder nehme. Niemand nimmt es von mir, sondern ich gebe es von mir aus hin. Ich habe Macht, es hinzugeben, und habe Macht, es wieder zu nehmen. Diesen Auftrag habe ich von meinem Vater empfangen." Joh. 10,17-18
 
"Wahrlich, wahrlich ich sage euch: Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und erstirbt, bleibt es allein; wenn es aber erstirbt, trägt es viel Frucht." Joh. 12,24
 
"Denn wer sein Leben retten will, der wird es verlieren; wer aber sein Leben verliert um meinetwillen und um des Evangeliums willen, der wird es retten." Mk. 8,35
 
 
Wolfram Schrader
 

 


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