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Reich sein!
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Denn was wird es einem Menschen nützen, wenn er die ganze Welt gewönne, sich selbst aber verlöre oder einbüsste? Lk 9.25

 
Warnung: Die folgende Geschichte könnte einseitige Sympathien für einen Fischer aber auch entsprechende Antipathien gegenüber einem Bankier wecken. Es ist dies nicht die Absicht des Schreibenden. Nicht zum möglichst verantwortungslosen "auf der faulen Haut liegen" noch zum krampfhaften Anhäufen materieller Dinge (be)ruft uns Gott - sondern zum gottgemässen Einsatz unserer Talente. Eine Entscheidung, welche jeden Tag neu zu fällen ist... solange es "heute" heisst.

 
Sammelt euch nicht Schätze auf der Erde, wo Motte und Rost zerstören und wo Diebe durchgraben und stehlen; sammelt euch aber Schätze im Himmel, wo weder Motte noch Rost zerstören und wo Diebe nicht durchgraben noch stehlen; denn wo dein Schatz ist, da wird auch dein Herz sein. Mat. 6.19-21

 
Ein Bankier stand in einem kleinen italienischen Fischerdorf am Pier und beobachtete wie ein kleines Fischerboot anlegte. Der Fischer hatte einige grosse Fische gefangen, dies war unübersehbar. Der Bankier gratulierte dem Italiener zu seinem prächtigen Fang und fragte ihn, wie lange er dazu gebraucht hätte. Dieser antwortete: "ein paar Stunden nur, nicht lange." Darauf fragte der Bankier warum er denn nicht länger geblieben sei, um noch mehr zu fangen. Der Fischer sagte, die Ausbeute reichte ihm, um seine Familie die nächsten Tage zu versorgen. Der Bankier wiederum fragte: "aber was tun sie den Rest des Tages?" Der Fischer erklärte: "Ich schlafe aus, gehe ein bisschen fischen, geniesse mit meiner Frau Maria und den Kindern das Mittagessen und gehe dann ins Dorf um Freunde zu treffen." "Sehen sie, ich habe ein ausgefülltes Leben."

 
Der Bankier erklärte: "Ich habe an der Uni studiert und könnte ihnen ein bisschen helfen." Sie sollten mehr Zeit mit Fischen verbringen und von dem Erlös ein grösseres Boot kaufen. Mit dem Erlös wiederum könnten sie mehrere Boote kaufen, bis sie eine ganze Flotte haben. Statt an den Händler könnten sie direkt an eine Fischfabrik verkaufen und schliesslich eine eigene Fischverarbeitung eröffnen. Sie könnten Produktion, Verarbeitung und Vertrieb selbst kontrollieren! Sie können das kleine Kaff verlassen und vielleicht sogar in Zürich von der Bahnhofstrasse aus ihr florierendes Unternehmen leiten.

 
Der Fischer fragte: "Wie lange wird dies alles dauern?" Der Bankier antwortete: "Etwa fünfzehn bis zwanzig Jahre." Der Fischer fragte: "und was dann?"

 
Der Bankier lachte und sagte: "Dann kommt das beste. Wenn die Zeit reif ist, können sie mit ihrem Unternehmen an die Börse gehen! Ihr Unternehmen verkaufen und reich werden. Sie können Millionen verdienen!" Der Fischer sagte: " Millionen - und dann?"

 
Der Bankier sagte: "Dann können sie aufhören zu arbeiten. Sie können in ein kleines Fischerdorf an der Adria ziehen, morgens ausschlafen, ein bisschen fischen gehen, sich ihrer Frau und ihren (Gross-) Kindern widmen und im Dorf Freunde treffen."

 
Es ist offensichtlich - der Mensch kann seine Zeit in viele Dinge investieren. Vieles wird vor der Ewigkeit keinen Bestand haben, bestimmte Investitionen haben jedoch Ewigkeitscharakter: JESU Fussstapfen nachzufolgen (1. Petr. 2.21)!

 
Als <Jesus> aber am See von Galiläa entlangging, sah er zwei Brüder: Simon, genannt Petrus, und Andreas, seinen Bruder, die ein Netz in den See warfen, denn sie waren Fischer. Und er sprach zu ihnen: Kommt mir nach, und ich werde euch zu Menschenfischern machen. Sie aber verliessen sogleich die Netze und folgten ihm nach. Mat. 4.18-20

 
Diese Fischer folgten IHM nach mit allen ihren Schwächen - aber mit einer unglaublichen Konsequenz. Einer solchen, dass noch zweitausend Jahre später darüber berichtet wird! Auch die Konsequenz des Mannes in der nachfolgenden Geschichte steht uns noch heute zur Verfügung:

 
Er (Jesus) sagte aber ein Gleichnis zu ihnen und sprach: Das Land eines reichen Menschen trug viel ein. Und er überlegte bei sich selber und sprach: Was soll ich tun? Denn ich habe nicht, wohin ich meine Früchte einsammeln soll. Und er sprach: Dies will ich tun: ich will meine Scheunen niederreissen und grössere bauen und dahin all mein Korn und meine Güter einsammeln; und ich will zu meiner Seele sagen: Seele du hast viele Güter daliegen auf viele Jahre. Ruhe aus, iss, trink, sei fröhlich!
 
Gott aber sprach zu ihm: Du Tor! In dieser Nacht wird man deine Seele von dir fordern. Was du aber bereitet hast, für wen wird es sein? So ist, der für sich Schätze sammelt und nicht reich ist im Blick auf Gott. Luk. 12.16-21

 
Möge Gott uns allen die Kraft geben das Ziel zu erreichen und reich zu sein - im Blick auf Gott.
 
 
A.
 

 


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