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| Wo finden wir wahre Sicherheit? | |
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Dienstag, der 4. Juni 1996 sollte ein bedeutender
Tag werden. Alles war aufs Genaueste vorbereitet. Die europäische
Trägerrakete Ariane 5 konnte auf ihre Reise in den Weltraum
geschickt werden. Ihre Grösse war beeindruckend: 55 Meter
hoch, 710 Tonnen schwer mit vier Wissenschaftssatelliten an Bord;
ein Spitzenprodukt europäischer Raumfahrttechnik. Der finanzielle
Aufwand, der nötig war, um die Rakete mit ihren Satelliten
herzustellen, betrug 9,3 Milliarden Franken. Die Rakete wurde
gestartet und auf ihren Flug geschickt, aber in nur wenigen Sekunden
endete ihre Reise in einem gewaltigen Feuerwerk. Es ist nicht
zu fassen, wie das geschehen konnte. Aber die Rakete kam unkontrollierbar
vom Kurs ab und musste aus Sicherheitsgründen gesprengt werden.
In einem glühenden Schrottregen, der seine Rauchspuren über
den Himmel zog, prasselten die Überreste aus 4000 Metern
Höhe zu Boden. Bestimmt wurde mit grösster Sorgfalt
an allen Einzelheiten der Rakete gearbeitet und doch blieb eine
Unsicherheit zurück, die alles zunichte machte.
Wir kennen diese Unsicherheiten aus unserem täglichen Leben. Das verlorene Portemonnaie, der verlegte Schlüssel, die unerwartete Grippe, die zerbrochene Freundschaft, gute Vorsätze, die ins Wasser fallen. Überall gibt es Unsicherheiten, ob es sich um unsere Gesundheit handelt, die Familie, den Strassenverkehr, das Geschäftsleben, den Arbeitsplatz, den Sport, Reisen, Geldangelegenheiten, den Haushalt. In allen Bereichen unseres Lebens finden wir Unsicherheiten. Diese Welt ist eine Welt von Unsicherheiten und keiner, der hineinkommt bleibt davon verschont. Warum muss alles so unsicher sein in dieser Welt? Realistisch eingestellte Menschen rechnen damit und haben vorgesorgt. Sind wir uns bewusst, wie viele Versicherungen wir abgeschlossen haben, um vorzubeugen? Kranken-, Unfall-, Hausrat-, Lebens-, Arbeitslosen-, Altersversicherungen, fast alles kann oder muss versichert werden. Dies führt uns die Unsicherheit unseres Lebens deutlich vor Augen. Alles um uns herum, alles was wir tun birgt eine Gefahr in sich. Es ist kein Wunder wenn Menschen ängstlich werden. Warum muss alles so unsicher sein in unserem Leben? Gott hat diese Welt absichtlich so geschaffen - mit einem grossen Mass an Unsicherheiten. Sie sind ein typisches Merkmal dieser Welt. Deshalb sagt Jakobus im Hinblick auf unsere Pläne: "Ihr wisst ja nicht, wie es morgen um euer Leben steht. Denn ein Hauch seid ihr, der eine kleine Zeit sichtbar ist, hernach auch wieder verschwindet. Anstatt dass ihr sagtet: Wenn der Herr will und wir leben, wollen wir dies oder jenes tun. Jak. 4, 14-15 Wenn wir auf Gottes Wirken acht haben, so werden wir merken, dass Gott uns bewusst mit Unsicherheit konfrontiert. Warum? Unsicherheiten haben einen grossen erzieherischen Wert. Sie müssen da sein, damit wir lernen. Was sollen wir denn lernen? Das Wichtigste! Wahre Sicherheit gibt es nur bei Gott! Das ist es, was Jesus gemeint hat, als er lehrte: "Denn wer sein Leben retten will, der wird es verlieren, wer aber sein Leben verliert, der wird es retten. Luk. 9,24 Ohne Christus ist unser Leben schon verloren. Wir selbst sind nicht im Stande es zu retten. Denn die grösste Unsicherheit steckt in uns selbst. Mk. 7,21. "Denn von innen, aus dem Herzen der Menschen kommen die bösen Gedanken, Unzucht, Diebstahl, Mord, .. All die bösen Gedanken machen unser Leben unsicher und gefährden es stark, denn sie bringen uns in Schuld vor Gott, Schuld, die eine Rettung durch Christus nötig macht. Wir sollen anfangen, die Welt realistisch zu sehen und erkennen, wie unsicher unser Leben ist, damit wir uns Gott zuwenden. Denn es gibt sie doch, die Sicherheit für den, der an Gott glaubt und ihn liebt. Eine Begebenheit aus der Zeit des Perserkönigs Darius zeigt das sehr anschaulich. Ein jüdischer Beamter mit Namen Daniel war ein gesegneter Mann. Er diente am Hof des Perserkönigs als einer der drei obersten Beamten mit grosser Tüchtigkeit und wurde daher von seinen Berufskollegen aufs bitterste gehasst. Am liebsten hätten sie ihn beseitigt. So dachten sie sich eine Falle aus in die Daniel geraten sollte, einen todsicheren Plan, den auch der König mit unterstützen musste. Ihr hinterlistiges Vorhaben gelang und Daniel wurde zum Tod in der Löwengrube verurteilt. Die Löwengrube stellte die grösstmögliche Unsicherheit dar für ein Menschenleben und dort wurde Daniel hineingeworfen. Völlig ausgeliefert gab es nichts mehr, woran er sich halten konnte. Erst jetzt konnte offenbar werden, wo seine Sicherheit zu finden war, nicht in menschlicher Hilfe, sondern bei Gott. Denn Gott verschloss den Rachen der Löwen und Daniel konnte am folgenden Morgen unversehrt der Löwengrube entsteigen. Sein Vertrauen in Gott hatte sich bestätigt. Das grösste Beispiel ist Jesus. Woher nahm er den Mut ans Kreuz zu gehen und für unsere Schuld zu sterben? Jesus tat es in der Gewissheit, dass seine Sicherheit in Gott liegt, der ihn von den Toten auferweckte. Haben wir dieses Vertrauen angesichts der Unsicherheiten in dieser Welt, dass unsere Sicherheit allein in Gott zu finden ist? Joh. 10,27-28 "Meine Schafe hören auf meine Stimme, und ich kenne sie, und sie folgen mir nach. Und ich gebe ihnen ewiges Leben, und sie werden in Ewigkeit nicht umkommen, und niemand wird sie aus meiner Hand reissen. Wolfram Schrader |
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