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Stärken und Schwächen
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Hat nicht jeder Mensch seine Stärken und Schwächen? Seine Stärken zu akzeptieren, denke ich, ist für uns alle kein Problem. Stärken können uns Bewunderung, Ehre oder sogar Ruhm einbringen. Mit Hilfe unserer Stärken können wir uns Vorteile gegenüber unseren Mitmenschen schaffen, oder wir können unsere Stärken in den Dienst des Nächsten stellen. Damit unsere Stärken nicht verkümmern oder verloren gehen, müssen wir sie hegen und pflegen.
 
Können Stärken nicht auch gewisse Gefahren in sich bergen? Könnte man nicht in Versuchung geraten, überheblich zu werden oder Hochmut an den Tag zu legen? Besteht nicht die Möglichkeit, dass wir wegen unserer Stärken, Neid und Missgunst ernten könnten oder ist man nicht versucht, wegen einer Stärke den Nächsten als weniger wertvoll einzustufen?
 
Dürfen wir stolz sein auf unsere Stärken? Eigentlich nicht, wenn wir uns immer bewusst sind, dass alle Gaben, körperliche Vorteile sowie geistige Eigenschaften von Gott geschenkt sind. "--Das Lob und der Ruhm und die Weisheit und die Danksagung und die Ehre und die Macht und die Stärke gebührt unsrem Gott in alle Ewigkeit. Amen." (Off.7.12).
 
Was sind Gottes Vorstellungen von vermeintlichen Stärken und Schwächen? Für Ihn sind nicht weltliche Ideale wie Schönheit, Körpergrösse, Intelligenz, Beruf, Besitz, Erfolg und Macht Zeichen von Stärke oder von besonderer Bedeutung. Unser Aussehen, unsere Statur, den IQ etc. bekommen wir ohnehin von Gott, nach seinem Willen und Mass! Können wir uns also auf solche Dinge etwas einbilden?
 
Was sind nun Eigenschaften, an denen Gott Gefallen hat? Hier einige Beispiele: Die Fähigkeit zu vergeben, Dankbarkeit im Herzen zu haben, Friedfertigkeit zu leben, Demut, Reinheit im Herzen, Durchhaltevermögen. Man könnte noch viele andere aufzählen.
 
Was fällt uns auf, wenn wir weltliche und geistige Stärken vergleichen? Dienen die erstgenannten nicht oftmals dem Eigennutz? Sind diese Ziele (Erfolg, Reichtum etc.) von allen Menschen zu erreichen? Schwerlich. Wenn ich die geistigen Stärken betrachte, sehe ich Eigenschaften, die allen Menschen zugute kommen und von jedermann erreicht werden könnten. Und eine ganz interessante Erkenntnis, die ich daraus bekomme ist jene, dass die weltlichen hauptsächlich auf der Basis des Nehmens stattfinden, die geistigen aber vor allem Geben abverlangen.
 
Was denkst Du, nach welchen Stärken lohnt es sich zu streben? Die ersten können Dir in diesem Leben für eine bestimmte Zeit Vorteile bringen, sie sind aber definitiv vergänglich und Du wirst das Erreichte oder Erhaltene eines Tages loslassen müssen! Betreffend die zweitgenannten lasse ich das Wort Gottes sprechen:
 
"Die Frucht des Geistes aber ist Liebe, Freude, Langmut, Freundlichkeit, Gütigkeit, Treue, Sanftmut, Enthaltsamkeit." (Gal.5.22). Lasset uns nicht nach eitler Ehre begierig werden, einander (nicht) herausfordern, einander(nicht) beneiden! (Gal.5.26).
 
Wie kann man lernen sich geistige Stärken anzueignen, mit ihnen umzugehen? Wie kann man es schaffen Schwächen zu verstehen, zu akzeptieren oder sie zu eliminieren? Ich glaube wir können auf alles eine Antwort in der heiligen Schrift am Vorbild des Herrn Jesus Christus und der Propheten und den vielen anderen Beispielen aus der Bibel finden. Ich freue mich schon, in folgenden Gemeindebriefen einige solcher Beispiele aufzeigen zu können.
 
 
Bruno Schuler
 

 


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