|
| |
|
| |
|
| |
| Rückblick / Ausblick | |
|
|
|
Wieder ist ein Jahr vergangen. 2002 war für
mich besonders vom Tod meiner Grossmutter geprägt. Im August
ist sie gestorben. Die letzte Jahreswende, ohne sie, war anders
als alle vorigen Jahreswenden. Ein Jahr ist vergangen und ein
neues Jahr beginnt. Was wird in 2003 geschehen? Was hat Gott im
neuen Jahr mit uns vor? Vielleicht wird 2003 das Jahr der Wiederkunft
des Herrn sein.
Wir wissen nicht, wann Jesus in seiner Herrlichkeit zurückkommen wird, ob in diesem Jahr oder in tausend Jahren. Wir wissen aber, dass Jesus die Aufmerksamkeit des ganzen Universums an diesem Tag auf sich ziehen wird. Es wird sein Tag sein, der Tag des Herrn. Über diesen Tag schrieb der Apostel Paulus folgende Worte an die Christen in Thessalonich: "Denn ihr selbst wisst genau, dass der Tag des Herrn so kommt wie ein Dieb in der Nacht." (1. Thes. 5,2) Dieser Tag kommt ohne Vorwarnung. Der Zeitpunkt der Wiederkunft Christi ist ein Geheimnis. Wie gut bin ich auf die Wiederkunft Jesu vorbereitet? Paulus spornte die Christen in Rom an, sich auf die Wiederkunft des Herrn gebührend vorzubereiten. Nachdem er einige Anweisungen gegeben hatte, sich dem Staat zu unterordnen und ein Leben voll Liebe zu führen, fuhr er weiter: "Und dies <tut> als solche, die die Zeit erkennen, dass die Stunde schon da ist, dass ihr aus dem Schlaf aufwacht! Denn jetzt ist unsere Rettung näher, als da wir zum Glauben kamen : Die Nacht ist weit vorgerückt, und der Tag ist nahe. Lasst uns nun die Werke der Finsternis ablegen und die Waffen des Lichts anziehen! Lasst uns anständig wandeln wie am Tag; nicht in Schwelgereien und Trinkgelagen, nicht in Unzucht und Ausschweifungen, nicht in Streit und Eifersucht; sondern zieht den Herrn Jesus Christus an, und treibt nicht Vorsorge für das Fleisch, dass Begierden wach werden!" (Röm. 13,11-14) Eine Anekdote über meine Grossmutter möchte ich erzählen. Als sie frisch mit meinem Grossvater verlobt war, fragte ihr zukünftiger Schwiegervater: "Alice, glauben Sie an die Wiederkunft des Herrn?" Ihre Antwort lautete: "Doch, nur hoffe ich, dass sie nicht zu schnell kommt." Meine Grossmutter freute sich auf die Perspektive ihrer Ehe und wollte noch ein bisschen "das Leben geniessen", bevor die Wiederkunft des Herrn alles unterbricht. Seitdem sind 70 Jahre vergangen. Der Tag des Herrn ist noch nicht gekommen, aber näher gerückt! Meine Grossmutter hatte es richtig gesehen: Am Tag der Wiederkunft Christi muss man alle Dinge dieser Welt hinter sich lassen: lieb gewonnene Sachen, Freuden des Lebens, Pläne und Vorhaben. Fertig mit den Lachsbrötchen; dahin mit der Briefmarkensammlung; vorbei mit fünfzigjährigen Ehebeziehungen. Paulus beschrieb die Vergänglichkeit der Dinge dieser Welt mit folgenden Worten: "Dies aber sage ich, Brüder: Die Zeit ist begrenzt: dass künftig die, die Frauen haben, seien, als hätten sie keine, und die Weinenden, als weinten sie nicht, und die sich Freuenden, als freuten sie sich nicht, und die Kaufenden, als behielten sie es nicht, und die die Welt Nutzenden, als benutzten sie sie nicht; denn die Gestalt dieser Welt vergeht." (1. Kor. 7,29-31) Tatsächlich ist der Tag des Herrn ein Tag des Verzichtes: Alle Dinge dieser Welt werden wir verlassen. Als Christen sollen wir uns auch auf dieses Verlassen, Abgeben und Zurücklassen im Glauben vorbereiten. Empfindest Du den Tag des Herrn (und alle Gedanken darüber) als etwas Trauriges? Was ist denn der Tag des Herrn? Es ist ein Tag der Freude! Es ist der Tag der Erlösung aus allen Leiden und Sorgen dieser Welt; es ist der Tag der Belohnung für unseren Glauben; es ist der Tag der Vereinigung mit Christus und allen Glaubensgeschwistern aller Zeiten; es ist der Tag, an dem wir Gott sehen werden! Paulus schrieb kurz vor seinem Tod einen rührenden Brief an Timotheus. In der Zeit der Bedrängnis, die Paulus durchmachte, war ihm der Tag des Herrn eine leuchtende Hoffnung: "Ich habe den guten Kampf gekämpft, ich habe den Lauf vollendet, ich habe den Glauben bewahrt; fortan liegt mir bereit der Siegeskranz der Gerechtigkeit, den der Herr, der gerechte Richter, mir <als Belohnung> geben wird an jenem Tag: nicht allein aber mir, sondern auch allen, die sein Erscheinen liebgewonnen haben." (2. Ti. 4,7-8) Jemand hat mir mal erzählt, dass jüdische Familien heute noch die Sitte pflegen, bei gewissen Gelegenheiten einen Platz mehr zu decken als es Gäste am Tisch hat. Dieser freie Platz ist für den Messias gedacht, falls er gerade dann ankommen sollte. Der Messias ist zwar schon vor 2000 Jahren gekommen und die Juden haben es nicht erkannt. Aber wir können uns von ihrer Gewohnheit inspirieren lassen: Habe ich an meinem Tisch einen Platz, den höchsten Platz, für Jesus freigehalten? Hoffe ich auf sein Erscheinen wie auf die Ankunft eines willkommenen Gastes? Wenn er kommt, werde ich alles andere fallen lassen, um die Freude der Gemeinschaft mit ihm geniessen zu können? Olivier Cuendet |
|
| ||
|
[
Aktuell |
Was ist die Gemeinde? ] [ Telepredigt | Artikel | Links ] [ Besuchen Sie uns | E-Mail | Willkommen ] | ||
| G e m e i n d e C h r i s t i Z ü r i c h |