o
o
o
Auf der Suche nach Trost
o
 

Als meine Frau einmal für eine Woche verreiste, um an einem Treffen für Frauen teilzunehmen, haben mein Sohn und ich uns mit einem saftigen Schweinskotelett getröstet, um ihre Abwesenheit zu verschmerzen.
 
Natürlich gibt es weit schlimmere Nöte, als eine Woche auf die Mutter und Ehefrau zu verzichten. Dann suchen wir auch nach stärkeren Mitteln des Trostes.
 
Die grössten Nöte sind wohl die Beziehungsschwierigkeiten. Meinungsverschiedenheiten, Machtkämpfe, Gleichgültigkeit, Neid, Rechthaberei, Ablehnung, den anderen korrigieren wollen, Abstumpfung der Gefühle, Selbstbezogenheit, Vertrauensverlust oder das Alleinsein.
 
Bei all diesen belastenden Umständen suchen wir Erleichterung, Aufatmen. Wir wollen ausbrechen, wir ergreifen die Flucht. Anstatt die Probleme anzusprechen und nach Lösungsmöglichkeiten zu suchen, schmeissen wir das Handtuch, geben auf.
 
Die Lösung der Probleme wäre ein Trost, aber manchmal arrangieren wir uns ohne Hoffnung auf Besserung. Manchmal gibt es keine Lösung und wir müssen die Bürde tragen.
 
Für all die vielen Übel haben sich die Menschen Trost gesucht. Einer der Bekanntesten ist der Alkohol, zu dem viele Zuflucht nehmen. Aber auch der Arztroman, das Fernsehen, die viel gepriesenen Psycho-pharmaka sind Tröster der Nation. Schön ist es, gute Freunde zu haben, die uns in Zeiten der Not ein tröstender Beistand sind.
 
Wie stark darf der Trost sein? Soll er uns nur kurzfristig über die Runden helfen oder soll er tiefer gehen?
 
Im zweiten Brief an die Christen in Korinth nennt Paulus Gott, den Gott alles Trostes. 2. Kor. 1, 3
 
Das war nicht einfach eine Theologie. Paulus hatte diesen Trost ergriffen und hatte ihn erlebt in schwierigen Lagen, deshalb spricht er aus Erfahrung.
 
Kann Gott uns einen echten, tiefen Trost geben? Im 2. Thessalonicher Kap. 2, 16-17 lesen wir: "Unser Herr Jesus Christus selbst aber und Gott, unser Vater, der uns geliebt und in Gnaden einen ewigen Trost und eine gute Hoffnung gegeben hat, tröste eure Herzen und stärke sie in jedem guten Werk und Wort!”
 
Das ist nicht bloss eine Behauptung, das ist eine Tatsache, dass Gott uns durch Christus einen ewigen Trost gegeben hat.
 
Natürlich genügt es nicht nur gerade mal in der Not zu Gott zu beten. Gott ist kein Laufbursche oder Lückenbüsser für unerfüllte Wünsche.
 
Gott ist Gott. Er ist das höchste Wesen, er liebt uns, denn er hat uns seinen Sohn gesandt, um uns seine Liebe zu erweisen. Wir müssen ihn nicht erst nötigen, uns zu lieben.
 
Was wir brauchen, ist eine echte Beziehung zu Gott, so wie wir eine Beziehung zu geliebten Menschen haben. Eine Beziehung zu Christus oder Gemeinschaft mit ihm, wird beschrieben mit Glauben an Jesus, Vertrauen in die Person des Erlösers.
 
Glauben kann ich aufbauen, indem ich die Predigt höre, in den Evangelien lese und mich darin vertiefe, um Gottes Anliegen für mich zu verstehen. "Also kommt der Glaube aus der Predigt, die Predigt aber durch das Wort Christi." Röm. 10,17
 
Wir dürfen eines nicht vergessen, es gibt kein schmerzfreies Leben, auch keinen schmerzfreien Glauben, denn wir glauben an einen gekreuzigten und auferstandenen Christus. Die Kreuzigung war ein gewaltiger Schmerz und die Auferstehung ein ewiger Trost.
 
Aber wir brauchen auch Menschen, die den gleichen teuren Glauben haben, mit denen wir unseren Glauben teilen können. Deshalb führt uns Gott in seine Gemeinde, wo wir in der Gottesfurcht wachsen können und unter Gottes Obhut stehen. Denn Gott tröstet sein Volk.
 
 
Wolfram Schrader
 

 


Aktuell  |  Was ist die Gemeinde?  ]
Telepredigt  |  Artikel  |  Links  ]
Besuchen Sie uns  |  E-Mail  |  Willkommen  ]
 
G  e  m  e  i  n  d  e       C  h  r  i  s  t  i       Z  ü  r  i  c  h