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Christus und das Werk der Versöhnung
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Es besteht ein dringendes Bedürfnis nach Versöhnung in dieser Welt. Überall bestehen Feindschaften. Feindschaften unter Eheleuten, die in Ehe-scheidungen enden. Feindschaften in der Verwandtschaft, unter Nachbarn, unter Mitarbeitern, unter Völkergruppen und ganzen Völkern.
 
Ständig flammen neue Angriffe auf zwischen Parteien, Gewerkschaften, religiösen Gruppen und anderen Gesellschaftsschichten. Warum die vielen Feindschaften?
 
Sicher gibt es darauf eine Antwort. Aber bevor wir eine Antwort geben, wollen wir zur Kenntnis nehmen, was der Mensch durch seine feindliche Gesinnung anrichtet und wie stark Feindschaft verbreitet ist.
 
Die Antwort ist folgende: Die feindliche Gesinnung des Menschen beruht darauf, dass er unversöhnt ist mit Gott. Sobald Gott ernsthaft zur Sprache kommt, zeigt sich, wie tief die Feindschaft des Menschen Gott gegenüber sitzt.
 
Der Apostel Paulus schreibt im Kol. 1, 21-22 an die Gläubigen: "Und euch, die ihr einst ferngehalten und durch die Gesinnung in den bösen Werken Feinde wart, hat er jetzt trotzdem versöhnt vermöge seines Fleischesleibes durch den Tod, um euch heilig und untadelig und unbescholten vor sich hinzustellen."
 
Es muss uns auffallen, dass unser Leben kurz und zerbrechlich ist, aber unsere Seele ist ewig. Wir haben keine Zeit zu verlieren, wir müssen uns jetzt aufmachen und die Versöhnung mit Gott suchen, ehe es zu spät ist.
 
Gott ist ein Gott der Versöhnung, aber der Mensch will seine eigenen Wege gehen. Er will seinen eigenen Willen tun. Wir brauchen die Verbundenheit mit Gott, wir brauchen seine Kraft und Weisheit, wir brauchen seine Liebe.
 
Die Versöhnung, die Gott in die Wege geleitet hat für uns, ist ein gewaltiges Werk. Gott hat es sich nicht leicht gemacht. Denn unsere Sünde und Feindschaft gegen Gott verdient den Tod. Um die Strafe, die wir verdient haben abzuwenden, hat Gott seinen Sohn gegeben, damit er stellvertretend für uns sterbe.
 
Somit ist die Grundlage für die Versöhnung mit Gott das Opfer Christi, das Jesus vollbracht hat, lange bevor wir in der Welt waren. Paulus weist darauf hin im Römerbrief 5,10, wenn er sagt: "Denn wenn wir mit Gott als wir seine Feinde waren, versöhnt worden sind durch den Tod seines Sohnes, so werden wir um so viel mehr, da wir nun versöhnt sind, gerettet werden durch sein Leben."
 
Wir haben richtig verstanden, der Tod Jesu dient zu unserer Versöhnung mit Gott, darin besteht Gottes Versöhnungswerk. Von seiner Seite aus, hat Gott alles getan, damit die Versöhnung stattfinden kann.
 
Folglich sind Christen mit Gott versöhnte Menschen. Sie haben ihren Widerstand, ihre Abneigung und Eigenwilligkeit aufgegeben und eine versöhnliche Gesinnung eingenommen. Sie sind mit Gott ins Reine gekommen. Das ist eine herrliche Befreiung, Gott nicht mehr aus dem Wege gehen zu müssen, sondern Gemeinschaft mit ihm haben zu können.
 
Deshalb ist die Predigt des Evangeliums ein Aufruf zur Versöhnung, damit das alte vergeht und neues Leben hervorkommt.
 
Im 2. Kor. 5, 17-21 lesen wir: Die Versöhnung geschieht, wenn wir Christus als Sohn Gottes erkennen, ihm vertrauen, unseren Sinn ändern und uns zur Vergebung unserer Sünden taufen lassen, um dann ein Leben in einer versöhnlichen Gesinnung zu führen.
 
Versöhnung führt zum Frieden mit Gott. Mit Gott versöhnte Menschen werden fähig, Feindschaften zu überwinden, Streit zu schlichten, sie werden zu Friedensstiftern, wie Jesus gesagt hat: "Selig sind die Friedfertigen, denn sie werden Söhne Gottes heissen." Mt. 5,9
 
Gott wartet darauf, dass wir einwilligen und ernst machen damit, die Versöhnung anzunehmen.
 
 
Wolfram Schrader
 

 


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