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Die Sonne scheint und die Meereswogen streichen im
Rhythmus ans Ufer. Ein kleiner Junge spielt am Strand. Mit seinen
Formen und der Schaufel baut er ein hübsches Schloss aus
Sand. Den ganzen Nachmittag hat es gedauert und nun ist es fertiggebaut.
Was für ein Kunstwerk!
Szenenwechsel - eine pulsierende Stadt, nennen wir sie Zürich, dichter Verkehr, Paradeplatz. Ein Mann in seinem Büro. Auf seinem Pult - Beigen von Papierstössen müssen erledigt und aufgearbeitet werden. Zwischendurch Telefone und Arbeit am Computer. Dateien werden bearbeitet, Briefe unterzeichnet, Kauf- und Verkaufsaufträge weitergeleitet - zur Freude des Mannes, denn dies bringt Gewinn. Sein Leben lang wird er arbeiten, Pläne aushecken, Prognosen erstellen. Erreichtes ist nur Plattform für einen weiteren Schritt das Unternehmen weiterzubringen. Zwei Erbauer von Schlössern. Sie haben viel gemeinsam. Sie bauen aus kleinen Einzelstücken Grosses. Aber bei beiden wird auch die Flut kommen und das Ende bewirken. Hier enden die Ähnlichkeiten. Der Junge sieht das sein Schloss abgetragen wird - der Mann ignoriert den Umstand. Der Junge ist nicht erstaunt. Er sieht das Meer langsam aber sicher höher steigen und über das Schloss schwappen. Er kennt Ebbe und Flut. Der Mann aber scheint dieses Geheimnis nicht zu kennen. Er sollte aber. Er, wie auch der Junge leben umgeben von Ereignissen die daran erinnern. Tage kommen und gehen, Jahreszeiten wie Ebbe und Flut. Jeder Sonnenaufgang wird zum Sonnenuntergang und flüstert das Geheimnis: "die Zeit wird deine Schlösser überwinden. Einer der beiden ist also vorbereitet, der andere nicht. Wenn die Wellen kommen klatscht das Kind in die Hände und freut sich, ohne Angst, ohne Bedauern. Es wusste, dass es so kommen würde. Es ist nicht erstaunt. Und wenn der erste Brecher in sein Schloss fährt und es ins Meer hinabzieht lacht es nur. Es nimmt seine Formen und die Schaufel auf und geht an der Hand seines Vaters nach Hause. Der Mann aber ist nicht so weise. Als die Wellen der Jahre sein Schloss abtragen ist er entsetzt. Er kniet sich über das sandige Monument um es zu schützen. Er versucht die Wellen zu stoppen. Mein Schloss! Der Ozean lässt sich aber davon nicht abhalten und zieht den Sand hinunter. Das Schloss, Türme, Wände, Mauern stürzten in sich zusammen. Nur noch die sandigen Hände erinnern an das Gestern. Wenn ich nur gewusst hätte. Wenn ich nur zugehört hätte. Wenn ich nur.... . Aber er, wie viele andere, nehmen sich keine Zeit zuzuhören. JESUS beschreibt diese Leute als "Unvorbereitete. Sie sind nicht böse oder rebellierend gegen GOTT. Aber sie sind blind. Sie sehen den Sonnenuntergang nicht kommen. Sie sind taub. Sie hören nicht die Wellen an die Wände ihres Schlosses schlagen. Während der letzten Wochen seines Lebens nahm sich JESUS kostbare Zeit, um uns über die anklopfenden Wellen Wertvolles zu lehren - um vorbereitet zu sein. Seine Liebe für die Schwachen..., sein Kampf gegen den falschen Glanz..., und "Himmel und Erde werden vergehen... von jenem Tag aber und jener Stunde weiss niemand... sondern mein VATER allein (Math. 24.34-37) - um sein Anliegen uns bekannt zu machen. Die Nachricht ist unmissverständlich: Er wird zurückkommen aber man weiss nicht wann. Deshalb: seien wir bereit! Das Gleichnis von den zehn Jungfrauen (Math. 25.1-13), das Gleichnis von anvertrauten Talenten (Math. 25.14-30) und auch das Gleichnis der Schafe und Böcke (Math. 25.31-46) beinhalten diese dringliche Nachricht. Eine Nachricht die oft ignoriert wird. Viele von uns wissen wahrscheinlich nicht sehr viel über Sandburgen. Kinder wissen davon. Schauen wir auf sie und lernen wir. Lasst uns bauen - aber mit einem Kinderherzen. Wenn die Flutwellen ansteigen freuen wir uns. Und dann, nehmen wir die Hand des VATERS und gehen nach Hause. André |
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