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| Auf Wahrheit gebaut! | |
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Die gewaltige Erscheinung des himmlischen Boten am
Grabe Jesu war das deutliche Zeichen dafür, dass den Juden,
die Jesus verurteilt und getötet hatten, nicht das letzte
Wort zustand.
Die Frauen, die als erste am Auferstehungstag am Grab erschienen, wurden Zeugen des Auferstandenen. Nun, als sie erkannt hatten, was geschehen war, machen sie sich auf den Weg, mit Furcht und grosser Freude. Das Erdbeben, das die Gegend erschüttert hatte, der Engel, der ihnen die gute Nachricht der Auferstehung überbrachte, die Begegnung mit dem Auferstandenen, all das erfüllte ihr Herz. Jetzt hatten sie einen Trost für die Jünger Jesu, die sich im Verborgenen aufhielten, ihnen wollten sie die gute Nachricht bringen. Der Bericht der Auferstehung bewegte sich zunächst in zwei Richtungen. Denn auch die römische Wache, die sich von ihrem ersten Schreck erholt hatte, musste sich überlegen, was jetzt nach den unerwarteten Ereignissen zu tun war. Sollten sie zu ihrem Chef gehen, zu Pilatus oder zu den Hohenpriestern? Pilatus würde sie zur Rechenschaft ziehen wegen ihres Versagens als römische Wachen, aber bei den Hohenpriestern konnten sie Verständnis finden. Sie gehen zu den Juden und liefern eine objektive Berichterstattung von allem, was geschehen war. Das Erdbeben, der Mann, wie ein Blitz im weissen Gewand. Die Öffnung des Grabes, das Verschwinden Jesu, keine Anwesenheit der Jünger, die Frauen, Schrecken, Ratlosigkeit, das Rätsel des leeren Grabes. Was hat das zu bedeuten? Diese Nachrichten der Wache waren eine Chance für die Feinde Jesu, zur Einsicht zu kommen, umzukehren und ihre Verkehrtheit zu bekennen. Was machen sie daraus? Sie machen eine Meinung für die Öffentlichkeit. Aber zuerst müssen sie die Wache gewinnen, dass sie ihre Meinung unterstützen. Sie tun das mit reichlich Geld, sie bestechen die Wache. Sie kaufen Menschen, um eine Lüge zu verbreiten. Wie soll das Rätsel des leeren Grabes gelöst werden? Sie sprachen zu der Wache: "Saget, seine Jünger sind des Nachts gekommen und haben ihn gestohlen, während wir schliefen. Die Oberen der Juden hatten Jesus abgelehnt, angefeindet, gekreuzigt und jetzt verbreiten sie eine Lüge. Sie haben sich der Wahrheit gegenüber völlig verhärtet. Die Sache wird zu einem Kriminalfall. Wieso ist der Leib Jesu aus dem Grab verschwunden? Waren es Freunde oder Feinde Jesu, die ihn gestohlen hatten? Die Freunde Jesu waren verstört und eingeschüchtert. Wie hätten sie durch die Wache kommen sollen? Sie hätten den Leib nicht stehlen können und die Feinde Jesu wollten ihn im Grab behalten, um nach drei Tagen den Beweis zu liefern, dass Jesus tot war und seine Vorhersage über seine Auferstehung eine Lüge. Nehmen wir an, die Jünger wären tatsächlich durch die Wache gekommen, hätten den Leib gestohlen und in ein Versteck geschleppt. Wie sah der Leib Jesu aus? Wund von der Geisselung, zerstochen von der Dornenkrone, durchbohrt an Händen und Füssen von den groben Nägeln, die Seite von einem Speerstoss durchstochen. Angesichts des leblosen und geschundenen Leibes Jesu, wie sollten die Jünger da zu der überwältigenden Gewissheit gelangen, Jesus sei auferstanden und mit Überzeugung eine Lüge verbreiten, die sie selber erfunden hatten und dafür Schmach und Verfolgung erdulden? Wäre die Auferstehung nicht geschehen, es gäbe keine Freude und Kraft sie zu verkündigen. Die Auferstehung vertieft den Glauben der Jünger. Sie ist die Triebfeder der Verkündigung des Evangeliums. Sie macht aus der Tatsache des Kreuzestodes Jesu eine frohe Botschaft. Die Botschaft, dass nicht der Tod gesiegt hat, sondern das Leben. Gott hat seinen Sohn auferweckt, damit wir ermutigt werden, unser Leben auf eine Wahrheit zu bauen und nicht auf eine Lüge. Wir dürfen nie vergessen, was für eine Gesinnung hinter Jesu Wirken steckte, nämlich die, der Welt Leben zu geben! Wolfram Schrader |
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