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| Wunderbare Schöpfung | |
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Im Frühling 1909 hat der französische Künstler
Henri Matisse das Bild "Die Algerierin gemahlt. Vor
zwei Monaten sass ich vor diesem Bild im Museum für moderne
Kunst in Paris (Ab und zu gibt es bei Geschäftsreisen ein
wenig Raum für Entspannung!). Ich betrachtete die lockere,
natürliche Haltung dieser Frau und die fröhlichen Farben
ihrer Kleidung. Dem Künstler war es gelungen, ein sehr ausdrucksvolles
Bild zu mahlen. Einige Menschen blieben stehen. Ihr Blick war
voll Bewunderung vor der Kunst des Mahlers.
Vor mir hatte ich auf einer Seite diese "Algerierin und auf der anderen Seite ein paar lebendige Menschen. Das Werk Matisses war zwar beeindruckend, aber noch viel beeindruckender waren die Menschen rund herum. Sie bewegten sich, sprachen miteinander, wechselten die Gesichtsausdrücke, zeigten etwas mit ihren Händen. Ich schaute meine Hände an. Sie bewegen sich nach meinem Befehl und greifen Gegenstände nach meinem Willen. Ist es nicht etwas Wunderbares? Da dachte ich an die Worte des Königs David: "Denn du bildetest meine Nieren. Du wobst mich in meiner Mutter Leib. Ich preise dich darüber, dass ich auf eine erstaunliche, ausgezeichnete Weise gemacht bin. Wunderbar sind deine Werke, und meine Seele erkennt es sehr wohl. (Ps. 139,13-14) Die Kunst Gottes ist der Kunst des Menschen weit überlegen! Bestimmt hatten verschiedene Künstler ihr Bestes gegeben, um dem König Salomo prächtige Kleider zu bereiten. Doch kam die Pracht der königlichen Gewänder nicht an das Aussehen einer einfachen Blume heran. Diesen Vergleich hat Jesus vor 2000 Jahren geprägt: "Betrachtet die Lilien des Feldes, wie sie wachsen: sie mühen sich nicht, auch spinnen sie nicht. Ich sage euch aber, dass selbst nicht Salomo in all seiner Herrlichkeit bekleidet war wie eine von diesen. (Mt.&nbps;6,28-29) Seit Salomo und Jesus haben die Menschen viele Dinge erfunden und möglicherweise ist die menschliche Kunst noch raffinierter geworden. Aber Lilien bleiben heute wie damals allen kunstvollen Kleiderstücken der Welt weit überlegen. Sie sind ein vollkommenes, zeitloses Werk Gottes. Hast Du Dich schon einer Lilie ganz nah hingewandt? Hast Du schon ihre Blüte an Dein Ohr gehalten und ihrer Stimme zugehört? Diese Lilie hat tatsächlich eine Botschaft für Dich - sowie alles, was Gott geschaffen hat. Der König David hatte ein aufmerksames Ohr für die Stimmen der Schöpfung: "Die Himmel erzählen die Herrlichkeit Gottes, und das Himmelsgewölbe verkündet seiner Hände Werk. Ein Tag sprudelt dem anderen Kunde zu, und eine Nacht meldet der anderen Kenntnis - ohne Rede und ohne Worte, mit unhörbarer Stimme. (Ps. 19,2-4) Die Schöpfung besteht aus einer Fülle von Lebewesen aller Arten und Mineralien und Landschaften und Phänomenen. Unzählige Gesetzmässigkeiten machen aus allen Bestandteilen der Schöpfung ein zusammenhängendes Ganzes. Diese Vielfalt und die Grossartigkeit des Planes Gottes brachten den König David zum Staunen: "Für mich aber - wie schwer sind deine Gedanken, o Gott! Wie gewaltig sind ihre Summen! Wollte ich sie zählen, so sind sie zahlreicher als der Sand. Ich erwache und bin noch bei dir. (Ps. 139,17-18) Der Apostel Paulus schrieb von gewissen Menschen, die die Botschaft der Schöpfung überhören. Sie wollen nicht einsehen, dass Gott sein Wesen in der Schöpfung zu erkennen gibt: "Denn sein unsichtbares <Wesen>, sowohl seine ewige Kraft als auch seine Göttlichkeit, wird seit Erschaffung der Welt in dem Gemachten wahrgenommen und geschaut, damit sie ohne Entschuldigung seien; weil sie Gott kannten, ihn aber weder als Gott verherrlichten noch ihm Dank darbrachten, sondern in ihren Überlegungen in Torheit verfielen und ihr unverständiges Herz verfinstert wurde. (Röm. 1,20-21) In diesem Text ist die Rede von Menschen auf dem Weg des Verderbens. Sie verherrlichen Gott nicht und bringen ihm keinen Dank dar trotz der überzeugenden Botschaft seiner Schöpfung. Wer die wunderbare Natur, den Sternenhimmel oder sich selbst betrachtet, müsste doch die Hand des Schöpfers erkennen! Und was Natürlicheres als Verherrlichung und Dank käme aus dem Herzen? Wie soll ich Gott verherrlichen? Ich danke Gott, dass er sich nicht allein in seiner Schöpfung zu erkennen gegeben hat. Vor 2000 Jahren hat er sich in Jesus, seinem Sohn, geoffenbart. "Wer mich gesehen hat, hat den Vater gesehen sagte Jesus (Joh. 14,9). Jesus hat die Botschaft zu uns gebracht, die die Schöpfung nur stückweise ausdrücken konnte, und erklärt uns, wie wir Gott, den Vater, verherrlichen können: "Hierin wird mein Vater verherrlicht, dass ihr viel Frucht bringt und meine Jünger werdet. (Joh. 15,8) Olivier Cuendet |
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