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Zwei Welten
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Wenn es ein Merkmal gibt, dass unsere Welt kennzeichnet, so ist es die Geschlechtlichkeit. Auf Schritt und Tritt wird sie betont und hervorgehoben. Wir können uns kaum eine Welt vorstellen, die nicht von Sexualität bestimmt ist.
 
Jesus sagte mit Bezug auf die Ansicht der Sadduzäer, die meinten, es gäbe keine Auferstehung: ”Die Söhne dieser Welt heiraten und werden verheiratet. Die aber welche gewürdigt worden sind, jener Welt und der Auferstehung von den Toten teilhaft zu werden, heiraten nicht und werden nicht verheiratet. Sie können ja auch nicht mehr sterben; denn sie sind Engeln gleich und sind Söhne Gottes, indem sie Söhne der Auferstehung sind”. (Luk. 20:34-36)
 
Jesus redet hier von zwei Welten, die sich derart stark von einander unterscheiden, dass es uns schwer fällt, das nachzuvollziehen, was Jesus hier sagt. Jesus ist der einzige, der uns das sagen kann, denn nur er hat die volle Erkenntnis der Wahrheit; er muss uns die Kunde bringen von jener Welt. Diese Welt kennen wir einigermassen und wissen auch wie sie funktioniert. Wie das Sprichwort sagt: ”Geld regiert die Welt.” Und wenn Geld die Welt regiert, werden die Menschen blind für jene Welt, aus der Christus kam.
 
Heutzutage sind feste Formen in Bezug auf Mann und Frau weitgehend aufgelöst oder unverbindlich geworden. Niemand muss mehr heiraten, wenn er mit einem Partner zusammen leben will. Und viele, die heiraten, stellen oft nach ein paar Jahren enttäuscht fest, dass sie sich auseinander gelebt haben. Diese Welt hat ihre eigenen Massstäbe, die darin bestehen, dass es in vieler Hinsicht gar keine Massstäbe gibt. Wir bedenken nicht, woher die Ordnung für das Zusammenleben von Mann und Frau kommt:
 
Jesus sagte zu seinen Volksgenossen: ”Ihr seid von unten her, ich bin von oben her; ihr seid aus dieser Welt, ich bin nicht aus dieser Welt. Darum habe ich euch gesagt, dass ihr in euren Sünden sterben werdet; denn wenn ihr nicht glaubt, dass ich es bin, werdet ihr in euren Sünden sterben”. Joh. 8:24
 
Jesus macht hier eine Aussage von gewaltigem Ausmass. Wiederum geht aus seinen Worten hervor, dass es zwei Welten gibt. Es gibt das Unten und das Oben. Dieser Welt ist eine höhere Macht übergeordnet, Gottes Macht, die er seinem Sohn übergeben hat.
 
Die ganze Schöpfung dieser Welt ist aus Gottes Macht hervorgegangen, ebenso die Ordnung für Mann und Frau. In Bezug auf die Ehe betont Jesus, dass der Schöpfer sie von Anfang an als Mann und Weib geschaffen und gesagt hat: ”Darum wird ein Mensch Vater und Mutter verlassen und seinem Weibe anhangen, und die zwei werden ein Leib sein. Somit sind sie nicht mehr zwei, sondern ein Leib. Was nun Gott zusammengefügt hat, soll der Mensch nicht scheiden”. Mt. 19:4-6
 
Die Ehe und die Familie ist Gottes Konzept, Gottes Entwurf für diese Welt. Welchem Zweck sollte sie dienen? Sie sollte die Menschen dazu bestimmen, die Liebe zum Nächsten verbindlich zu leben. Aber gerade im Bereich Ehe wird die Sündhaftigkeit und Verfehlung des Menschen am deutlichsten offenbar. Selbstsucht, Verantwortungslosigkeit, Rechthaberei, Eifersucht, Kritik, Untreue, Verachtung, Lieblosigkeit und dergleichen zerstört Beziehungen, die einmal hoffnungsvoll angefangen haben. Gott hat diese Welt nicht sich selbst überlassen, sondern er kümmert sich um sie, indem er seinen Sohn sandte, um die Rettung für unsere Sünden zu vollbringen. Deshalb hat Jesus gesagt: ”Wenn ihr nicht glaubt, dass ich es bin, werdet ihr in euren Sünden sterben.” Gott hat uns bestimmt, um in dieser Welt zu leben, aber nicht, um unsere Hoffnung auf diese Welt zu setzen. Diese Welt bietet uns keinen Halt, sie kann nicht unser Zuhause sein. Sie soll uns darauf hinweisen, dass jemand da ist, der über uns steht, der unser Geschick in seinen Händen hält. Der uns in Christus eine Tür aufgetan hat für den Eingang in die zukünftige Welt, für die wir uns jetzt entscheiden müssen. Die zukünftige Welt ist unsichtbar, deshalb sind wir herausgefordert an Christus zu glauben, damit wir nicht bloss auf das Sichtbare schauen, sondern auf das Unsichtbare, denn das Sichtbare ist zeitlich, das Unsichtbare aber ist ewig.
 
 
Wolfram Schrader
 

 


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