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| Ansehen der Person | |
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Es liegt in der Natur des Menschen, andere Leute
zu beurteilen. Es scheint sinnvoll zu sein, Schüler und Lehrlinge
regelmässig nach deren Leistungen und Verhalten in Form von
Noten zu bewerten, um ihnen zu zeigen, wo ihre Stärken liegen
und wo sie sich noch verbessern sollten, um ihnen eine Hilfe in
die Selbständigkeit zu geben.
Vor allem über prominente Leute ("Promis" und "VIP's"), die sich in der Öffentlichkeit bewegen, wird durch die Presse oder andere Medien berichtet und gleichzeitig werden sie auch auf deren Wert eingestuft. Heutzutage wird in unserer Gesellschaft in allen Bereichen ein Personenkult betrieben, es werden neue Schlagwörter wie "Fussballgott", "Staranwalt" und "Powerfrau" kreiert, um Menschen zu klassifizieren oder es soll sogar aussergewöhnliche Leute geben, die von einem anderen Stern kommen sollen. Aber so schnell, wie sie aufsteigen, können sie auch plötzlich wieder verschwinden; vom "Thron" gestürzt. Diese Menschen werden an ihren Erfolgen und Niederlagen, an ihren Leistungen und Fehlern gemessen. Wer heute als Sieger gefeiert wird, kann morgen schon der Gilde der Verlierer und Versager angehören und abgeschrieben werden. Jeder Mensch möchte natürlich ein Siegertyp sein und beachtet werden, oder sich mindestens in diesem Kreis sonnen, was rein menschlich sehr verständlich ist. Was sind denn die Attribute, die es braucht, um bei den Menschen als wichtig zu erscheinen? Sind es nicht "Macht", "Reichtum", "Intelligenz", "Karriere", sowie "Schönheit"? Bei den letzten beiden bestimmen die Menschen den Trend selber, welche Berufe und Tätigkeiten wichtiger als andere sind und welche Leute als schön oder gut aussehend bezeichnet werden müssen. Menschen, die diesen Kriterien entsprechen, dienen der heutigen Jugend als Vorbilder! Im Alltag fällt mir immer wieder auf, wie viele Menschen auf diese Trugbilder oder Vorstellungen hereinfallen. Wenn Herr oder Frau mit höherem Rang auftauchen, werden ihnen grössere Aufmerksamkeit geschenkt. Wenn "beautiful people" zu sehen sind, werden sie bewundert und angehimmelt und oft auch beneidet. Menschen werden in verschiedene Klassen eingeteilt und dementsprechend wird mit ihnen umgegangen. Oft kommt noch die Überlegung dazu, von wem kann ich profitieren? In Filmen wird unser Herr Jesus meistens durch schöne und stattliche Schauspieler dargestellt. Die heilige Schrift beschreibt ihn aber so: "er hatte weder Gestalt noch Schönheit, dass wir nach ihm geschaut, kein Ansehen, dass er uns gefallen hätte. Verachtet war er" (Jesaja 53, 2-3). Auch wissen wir, dass er keine weltliche Macht beanspruchte, nicht nach weltlichem Reichtum strebte und keine Karriere suchte. Wenn wir andere Menschen nach unseren eigenen Vorstellungen und Gefühlen einstufen und dementsprechend behandeln, gewichten wir uns auch selber und überlassen es nicht unserem Herrn, dem es allein zusteht über Menschen zu urteilen! Sollten wir uns als Christen diesen Verhaltensmustern unterordnen? Erfüllen wir Gottes Willen, wenn wir zwischen Brüdern und Schwestern nach deren Tätigkeiten, Besitztum oder Aussehen unterscheiden? Der Vater im Himmel zeigt uns klar auf, dass ihm weder die Hülle des Menschen noch weltlicher Status von Bedeutung sind, denn beide sind ja vergänglich. Gott schaut auf die geistliche Beschaffenheit des Menschen, die ein beständiger, ja sogar ewiger Wert werden kann. Aber wir sollten uns auf keine dieser Eigenschaften etwas einbilden, denn alles sind Geschenke Gottes! Warum also sollten wir uns das Recht herausnehmen dürfen, Menschen zu bevorzugen oder zu verachten? ES IST SÜNDE VOR GOTT! Auch im Jakobusbrief wird davor gewarnt im Kapitel 2, Vers 9 "wenn ihr aber die Person anseht, so tut ihr Sünde und werdet vom Gesetz als Übertreter überführt" Vergessen wir nicht, dass Menschen, die andere Menschen bewundern oder sogar wie Götter behandeln nicht nur sich selbst in Gefahr bringen, sondern auch die von ihnen gepriesenen Personen. Wie schnell werden wir überheblich, wie schnell überschätzen wir uns selbst! Ich habe mir fest vorgenommen, mein Herz regelmässig zu überprüfen, ob ich Unterschiede zwischen Menschen mache, in der Gemeinde und im Alltagsleben. Jakobus bestärkt dies: "Meine Brüder, habet den Glauben an Jesus Christus, unsern Herrn der Herrlichkeit, nicht so, dass ihr die Person anseht!"(Jak. 2, 1). In Gottes Augen sind alle Menschen gleich. "Denn bei Gott ist kein Ansehen der Person" (Röm. 2, 11). Für ihn zählen weder Werke zum eigenen Ruhm, Schönheit noch andere weltliche Ziele und Eigenschaften. Ein viel zitierter Satz der Menschen lautet "SEHEN UND GESEHEN WERDEN". Wichtig ist aber zu fragen: " auf wen und von wem" - GOTT oder MENSCHEN? Bruno Schuler |