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| Deine Hand | |
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Schau doch einmal deine Hand an. Betrachte zuerst
den Handrücken, dann die Handfläche - dich mit den eigenen
Fingern vertraut machen, über die Fingergelenke streichen.
Was würde jemand machen, der ein Dokumentarfilm über
diese Hände drehen wollte, ja anhand dieser Hände dein
Leben erzählen möchte? Was würden wir sehen?
Wie bei uns allen würde der Film mit der Faust eines Säuglings beginnen. Grossaufnahme: eine winzige Hand die sich an den Finger der Mutter klammert (vielleicht auch des Vaters). Und dann? Wie sie sich an Stubentisch und anderen Möbeln festhält, um das Laufen zu lernen? Schon bald eine Hand die Papis Kopf festhält, während des Betens vor dem Schlafengehen. Es dauert ebenfalls nicht lange, bis die Hand aggressiv wird, die Freundin oder den Freund wegstösst, das Spielzeug wegnimmt... Dieselbe Hand kann helfen und verletzen, sich öffnen und sich ballen, jemanden aufrichten, jemanden zu Boden stossen. Stolz wären wir auf die Szenen im Dokumentarfilm wenn die Hand ein Geschenk reicht, einen Ring an den Finger eines anderen Menschen steckt, eine Wunde verbindet, oder eine Mahlzeit zubereitet, oder die Hände zum Gebet faltet. Es gibt auch andere Szenen: Aufnahmen von erhobenen Zeigefingern, drohenden Fäusten ... die Macht unsere Hände! Werden sie nicht gezügelt, werden sie zu Waffen. Gezügelt werden unsere Hände zu Instrumenten der Gnade. Unsere Hände werden Gottes Hände! Seine Hände Gott überlassen - dies tat Jesus: Mitfühlende Berührung... Jeder der (von ihm) berührt wurde, wurde verändert. Einer der auch berührt wurde ist ein Aussätziger der zu Jesus kam: Math 8.1-3: "Als er aber von dem Berg herabgestiegen war, folgten ihm grosse Volksmengen. Und siehe, ein Aussätziger kam herzu und warf sich vor ihm nieder und sprach: "Herr wenn du willst, kannst du mich gesund machen! Und Jesus streckte die Hand aus und berührte ihn und sprach: "Ich will. Sei gereinigt!." Und sogleich wurde sein Aussatz gereinigt." War es selbstverständlich einen Aussätzigen zu berühren? Wie lange hatte dieser Mensch wohl keine Berührung durch andere Menschen mehr erfahren? Kein Händedruck, kein Schulterklopfen, keine herzliche Umarmung - ein Jahr, drei, fünf oder gar zehn Jahre? Aussätzige wurden damals aus der Gesellschaft verstossen. Auch unsere Gesellschaft kennt ausgeschlossene Menschen. Behinderte, Arbeitslose (bis du schon einmal arbeitslos gewesen?), Fremde, Verzweifelte und Traurige. Wir gehen Depressiven aus dem Weg, halten uns von Todkranken fern. Zurück zum aussätzigen Mann. Die Berührung hat die Krankheit nicht geheilt, das wissen wir. Matthäus betont bewusst, dass es nicht die Berührung, sondern die Worte Jesu waren, die Heilung brachten. "Jesus streckte die Hand aus und berührte ihn. "Ich will", sagte er "sei gesund!" Im selben Augenblick war der Mann vom Aussatz geheilt." Die Krankheit wurde durch die Worte Jesu vertrieben. Die Einsamkeit jedoch wurde durch die Berührung Jesu geheilt. Die Macht der göttlichen Berührung. Können wir das gleiche anbieten? Viele von uns tun dies bereits. Sie gebrauchen ihre Hände um über Kranken zu beten und Schwachen aufzuhelfen. Wenn sie diese Menschen auch nicht persönlich berühren, so schreiben ihre Hände Briefe, wählen Telefonnummern, backen Kuchen. Sie haben die Macht der Berührung kennengelernt. Andere unter uns vergessen es immer wieder. Ein gutes Herz, nur das Gedächtnis lässt uns im Stich. Oder wir haben Angst, das Falsche zu sagen, den Ton nicht zu treffen oder falsch zu handeln. Bevor wir etwas falsch machen, tun wir lieber gar nichts. Seien wir froh, dass Jesus nicht denselben Fehler machte. Jesus berührte die Unberührbaren dieser Welt. Wollen wir das Gleiche tun? PS: es waren auch Jesu Hände, die massgeblich mitbeteiligt waren, als er seinen Freunden und Jüngern die Füsse wusch... André |