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Frieden in Sicht!
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Es fallen böse Worte, es fallen Schüsse, es fallen Bomben. Es fallen die Schranken der gegenseitigen Achtung, und der Mensch fällt in Angst, Leid, Not. Der Hass wächst ins Unermessliche.
 
Kann es keinen Frieden geben auf dieser Welt? Sind wir so unbegabt, dass wir keinen Frieden bewirken können?
 
Es fehlt nicht an Anstrengungen für den Frieden. Am 15.Oktober 2001 kamen 1700 Personen zusammen, um im Grossmünster einem Friedenskonzert beizuwohnen. Das Besondere an diesem Ereignis war, dass jüdische, muslimische und christliche Musiker gemeinsam auftraten. Mit dem Konzert sollte ein Zeichen für eine Kultur des Religionsfriedens und der Gewaltlosigkeitgesetzt werden.
 
Wie oft waren die Religionen schon Anlass zu Auseinandersetzungen und bitterem Krieg. Nicht einmal Jesus, der soviel Gutes getan hatte für sein Volk, wurde mit Frieden aufgenommen, sondern ans Kreuz genagelt.
 
Können wir Frieden bewirken in dieser Welt ohne Gott? Wie sollte denn ein Religionsfriede aussehen? Jeder toleriert den anderen, jeder soll nach seiner Fasson selig werden, alle haben Recht auf ihre Art, alle Religionen sind gleichwertig. Wo bleibt da die Wahrheit?
 
Ein Wort über den Frieden, das die Gemüter auf gewühlt und viel zu denken gegeben hat, war ein Wort Jesu an seine Jünger:
 
"Meinet nicht, dass ich gekommen sei, Frieden auf die Erde zu bringen. Ich bin nicht gekommen, Frieden zu bringen, sondern das Schwert.” Mt. 10,34
 
Was sollen wir davon halten? Was für Gefühle ruft das in uns hervor?
 
Lange bevor Jesus auftrat, hat Gott seinen Sohn ankündigen lassen als Friedefürst."Denn ein Kind ist uns geboren, ein Sohn ist uns gegeben, und die Herrschaft kommt auf seine Schulter, und er wird genannt: Wunderrat, starker Gott, Ewigvater, Friedefürst. Gross wird die Herrschaft sein und des Friedens kein Ende auf dem Throne Davids….” Jes. 9,6-7
 
Wir haben richtig gehört, Jesaja hat Jesus Friedefürst genannt. Ein Friedefürst ist jemand, der Macht hat über den Frieden.
 
Aber ist das dann nicht ein Widerspruch, wenn er sagt:"Meinet nicht, dass ich gekommen sei, Frieden auf die Erde zu bringen. Ich bin nicht gekommen, Frieden zu bringen, sondern das Schwert.”
 
Ein Friede, der Gott übergeht, der ihn nicht mit einbezieht, der nicht nach seinem Willen fragt, kann kein dauerhafter Friede sein. Wir können keinen Frieden machen an Gott vorbei. Das hat sich im fortgeschrittenen zwanzigsten Jahrhundert tausendfach gezeigt. Viele kauen immer noch an den unverdauten Folgen der Vergangenheit, wie zum Beispiel dem Holocaust. Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, um den menschlichen Frieden abzusegnen. Er hat seinen Sohn gesandt um das Heil für die Welt zu bewirken.
 
Folglich kommt es darauf an, dass wir Jesus kennenlernen und ihm gegenüber Stellung nehmen. Gott möchte eine Stellungnahme von uns, ob wir seinen Sohn annehmen oder ablehnen.
 
Jesus sagt: "Wer immer nun sich zu mir bekennt vor den Menschen, zu dem werde auch ich mich bekennen vor meinem Vater im Himmel. Wer mich aber verleugnet vorden Menschen, den werde auch ich verleugnen vor meinem Vater in den Himmeln. Mt. 10,32
 
Wir können uns nicht in unseren selbst entworfenen Friedensbereich zurückziehen und erwarten, dass wir in Ruhe gelassen werden, um uns ungestört unseren Zielen und Vergnügen zu widmen.
 
Es gibt viele Störfaktoren in der Welt. Gott wird uns einfach keine Ruhe lassen, damit wir nicht mit der Welt verlorengehen.
 
Wir werden erst dann Frieden finden, wenn wir gewillt sind, mit Gott Frieden zu schliessen.
 
Gott hat seinen Sohn nicht gesandt, um Religionsfrieden zu stiften, sondern um uns durch das Kreuz Christi die Rettung zu ermöglichen, damit wir eingehen dürfen in seine Herrschaft, die unseren Seelen die einzige Sicherheit geben kann.
 
 
Wolfram Schrader