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Das Geheimnis Gottes
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Von Geheimnis ist im Epheserbrief wiederholt die Rede. Paulus bittet die Geschwister in Ephesus, für ihn zu beten, dass er freimütig und wirksam das Geheimnis des Evangeliums bekanntmachen kann (Eph 6, 18-20).
 
Was ist das für ein Geheimnis?
 
Gleich zu Beginn des Briefes, zwischen dem neunten und zehnten Vers des ersten Kapitels, lässt er die Katze aus dem Sack: das Geheimnis des Willen Gottes ist - "alles zusammenzufassen in dem Christus.”
 
Frieden, Globalisierung, Vernetzung - Dinge, wonach die Menschheit heute strebt - waren immer Gottes Plan; nur, das Geheimnis ist, dass es allein in Christus gelingen wird. Der Epheserbrief bringt zwei konkrete Bespiele:
 
Antisemitismus ist ein Problem in unserer Gesellschaft, wofür keine Lösung gefunden wird. Seitdem es in jüngster Zeit Antirassismusgesetze gibt und Versuche zum Ausgleich von vergangenen Ungerechtigkeiten angestrebt werden, wächst die Polarisierung und Verleumdung in der Öffentlichkeit nur.
 
"...beim Lesen könnt ihr meine Ansicht in das Geheimnis des Christus merken - die Nicht-Juden sollen nämlich Miterben und Miteinverleibte sein und Mitteilhaber der Verheissung in Christus Jesus durch das Evangelium werden...” (Eph 3, 3-6).
 
Das Evangelium für die ganze Welt stammt aus dem jüdischen Volk. In Christus werden Juden wie Nicht-Juden zusammengefasst zu einem geistlichen Volk - der Familie Gottes. Christus ist das wirksame Mittel gegen Antisemitismus.
 
Mit dem Geheimnis Gottes wird Paulus aber noch plastischer. Unter uns Menschen gibt es keine engere Beziehung als das Zusammenleben von Mann und Frau. Die Ehe gehört auch zum Geheimnis Gottes.
 
"Deswegen wird ein Mensch Vater und Mutter verlassen und seiner Frau anhängen, und die zwei werden ein Fleisch sein. Dieses Geheimnis ist gross, ich aber deute es auf Christus und die Gemeinde.” (Eph 5, 30-32).
 
Keine zwischenmenschliche Beziehung beschäftigt uns so stark wie jene. Wir suchen und versprechen uns Glück und Erfüllung daraus. Es ist aber kein Geheimnis, dass dieser Wunsch sehr oft nicht in Erfüllung geht. Die Ehe war immer ein grosses Geheimnis. Es wird aber jetzt für die, welche auf Gott hören wollen, gelüftet - der Schlüssel zur Ehe ist, die Beziehung zwischen Christus und seiner Gemeinde zu verstehen.
 
"Wie aber die Gemeinde sich dem Christus unterordnet, so auch die Frauen den Männern in allem” (5, 24)
 
Die Gemeinde hat Vertrauen in Christus. Wir fügen uns bewusst und freiwillig seinem Willen. Wir setzen unsere Hoffnung auf seine Führung und folgen ihm nach. Wir versuchen, unsere Lebensentscheidungen im Lichte seiner Worte zu fällen. Wir wollen ihm gefallen. Warum? - wegen seiner Liebe zu uns! Woher können Frauen die gleiche Gesinnung ihren Ehemännern gegenüber aufbringen?
 
"Ihr Männer, liebt eure Frauen!- wie auch der Christus die Gemeinde geliebt und sich selbst für sie hingegeben hat” (5, 25).
 
Dem Hauptsein des Mannes wird hier eine Ausrichtung und Massstab gegeben, der nicht höher gesetzt werden könnte. Die Messlatte ist die Liebe Christi. Christus liebt seine Gemeinde mit einer bedingungslosen, aufopfernden, fürsorglichen Hingabe.
 
Deswegen unterordnet sich seine Gemeinde gerne. Geistliche männliche Führung geschieht nach dem Vorbild Jesu Christi. War die Gemeinde schon liebenswert, als Jesus sie geliebt hatte? Nein, er liebte sie,...
 
"...um sie zu heiligen..., damit er die Gemeinde sich selbst verherrlicht darstellte, die nicht Flecken oder Runzel oder etwas dergleichen habe, sondern dass sie heilig und tadellos sei.” (5, 26-27).
 
Jesus liebte die Gemeinde, um sie liebenswert zu machen! Die Gemeinde hat seine Liebe nicht zuerst verdienen müssen. Die Liebe Jesu verändert die Glieder seiner Gemeinde. Es war die selbstopfernde Liebe Christi, die uns für Gott erst "schön” machte und die weiterhin an uns arbeitet zur Heiligung.
 
Männer! Empfinden wir unsere Ehefrauen immer noch als schön? Wenn nicht, liegt es etwa an unserer geistlichen Führung? Lieben wir sie, wie der Herr uns liebt, damit sie sich geistlich entfalten und sich auf uns verlassen können?
 
Wir Männer fühlen uns vielleicht überfordert. Wie kann ich lieben, wie der Herr liebt? Hier ist ein praktischer Anfang:
 
"So sind auch die Männer schuldig, ihre Frauen zu lieben wie ihre eigenen Leiber... denn niemand hat jemals sein eigenes Fleisch gehasst, sondern er nährt und pflegt es, wie auch der Christus die Gemeinde.” (5, 28-29).
 
Trotz unserer Fehler gönnen wir uns selbst etwas. Wir nehmen Rücksicht auf unser eigenes Befinden. Wir hören auf unseren Körper und geben ihm, was er braucht. Bring deiner Frau doch ganz einfach die gleiche Liebe entgegen, die Du dir selbst erweist. Sei auf ihr Wohlbefinden bedacht, denn ihr seid ein Fleisch!
 
Das ewige Geheimnis Gottes ist, alles zusammenzufügen in Christus. Das jetzige Geheimnis ist das Zusammenfügen von Mann und Frau. Durch unseren Glauben an Christus sind wir heute in der Lage, diese Geheimnis der Ehe, wenn auch nur unvollkommen, zu verstehen und zu verwirklichen!
 
 
David Tarjan