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| Die verpasste Gelegenheit | |
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Die nationale Lotteriegesellschaft sucht nach dem
Lottomillionär, der seinen Schein ohne Namen und Adresse
abgegeben hat! Endlich wird das grosse Los gezogen - und der Glückliche
weiss es nicht. Da warten Millionen und der Gewinn wird nicht
abgeholt. Was für Möglichkeit sind verbunden mit diesem
Reichtum... Ja mir würde das nie passieren! Ein Volltreffer
im Lotto und nichts davon wissen - unmöglich! Wirklich?
In unseren Breitengraden leben die meisten über ihre Verhältnisse. So lautet es oft aus dem Munde der Politiker, wenn es um Sparprogramme oder Reformen geht. Ist es wirklich so? Leben wir über unseren Verhältnissen? Wie mag diese Frage wohl in den Augen unseres Schöpfer aussehen? Schauen wir auf unseren Lebensweg, so sehen wir ohne Zweifel dass viele verpasste Gelegenheiten unseren Weg pflastern. Ja der Mensch ... wir leben weit unter unseren Verhältnissen, unseren Möglichkeiten! Vielleicht kann das Lesen dieser Zeilen dazu beitragen, uns darauf zu besinnen, was für einen Reichtum wir besitzen und welche Gelegenheiten wir dadurch erhalten! Wir haben ja schon das grosse Los gezogen - sind wir uns dessen bewusst? Wir sind Erben (Röm. 8.17, Kol. 1.12-14) und leben doch oft wie Bettler. Ein Kapital von dessen Zinsen wir LEBEN können. Wir haben seinen WEG, sein LICHT, seine GNADE, seine WAHRHEIT, sein LEBEN, seine LIEBE. Von unserem Schöpfer angenommen und geliebt zu sein ist d e r Volltreffer unseres Lebens! Welche Gelegenheiten können wir verpassen? Sonntagmorgen, Abends unter der Woche - Zeiten der Gemeindeversammlung: Erkenne ich die Gelegenheit, meinen Geschwistern bewusst Freundlichkeit zu schenken? Ist meine schlechte Laune schon von weit her sichtbar? Gehe ich mit einem mürrischen Nicken und zusammengekniffenen Lippen an den anwesenden Geschwistern vorüber? Oder erkenne ich die Gelegenheit der geistlichen Gemeinschaft mit Gleichgesinnten? Freundlichkeit ist eine Sprache, die der Taube hören und der Blinde sehen kann. Jesus lässt uns wissen: "Daran wird jedermann erkennen, dass ihr meine Jünger seid, wenn ihr LIEBE untereinander habt" (Joh. 13.35). Es ist mein Bestreben ab heute vermehrt darauf zu achten. Wenn es mir gelingt, werde ich Gott danken. Wenn ich versage, werde ich um seine Gnade bitten. An Gelegenheiten zu beten fehlt es uns nicht. Aber ergreiffen wir sie? Wir sind von jemandem verletzt worden. Sind wir uns bewusst, dass unser Heilungsprozess dann beginnt, wenn wir für denjenigen beten, der uns verletzt hat? Vor nicht langer Zeit befand ich mich im Bus auf dem Weg von der Arbeit nach Hause. Plötzlich ein kreischendes Geräusch. Ein Fahrrad fliegt durch die Luft und bleibt arg havariert auf dem Strassenpflaster liegen. Ein junger Mann kommt gerannt und - der Schrecken ist noch gut erkennbar auf seinem Gesicht - er faltet die Hände und betet. Ein kurzes Stossgebet. Vor den Augen der Zuschauer, des abrupt angehaltenen Busses und der Fussgänger. Er betet. Wäre das Auto, welches das Fahrrad rammte, nur der Bruchteil einer Sekunde später in die Strasse eingebogen, der junge Mann wäre vermutlich nicht mehr am Leben. An Gelegenheiten zu beten, also unsere Gedanken auf Gott zu richten, fehlt es uns Menschen wahrlich nicht. Wie oft hat Gott schon seine Hand über Dich gehalten? Wenn ich zurückschaue, muss ich eigentlich zum Schluss kommen, dass ich ein Meister der verpassten Gelegenheiten bin. Wie oft schon hatte ich Gelegenheit - hätte ich Gelegenheit gehabt - Menschen über meinen Gott, dem GOTT der Bibel zu erzählen und habe es nicht oder nur zurückhaltend getan. Bequemlichkeit ist die beste Grundlage für verpasste Gelegenheiten... so zumindest meine Erfahrung. Und doch bin ich Gott dankbar für die Gespräche und die Zeit welche GOTT mir geschenkt hat, wo das Wesentliche zur Sprache kam und der Same des Gotteswortes gepflanzt werden konnte. Möge GOTT uns allen noch viele Gelegenheiten schenken und uns dadurch segnen! Gott fragt nicht nach unserer Fähigkeit oder Unfähigkeit, sondern nach unserer Bereitschaft! Bei allen verpassten Gelegenheiten: Gott fehlt nicht das Verständnis für unsere Schwachheit, aber uns oft dasjenige für Gottes Stärke! "Ich aber, ich will in dem HERRN frohlocken, will jubeln über den GOTT meines Heils. Der HERR, der Herr ist meine Kraft." Hab. 3.18-19 Was für eine Gelegenheit sich darüber zu freuen... "Und seid nicht gleichförmig dieser Welt, sondern werdet verwandelt durch die Erneuerung des Sinnes, (durch die Bibel, durch Vorbilder) dass ihr prüfen mögt, was der Wille Gottes ist: das GUTE und WOHLGEFAELLIGE und VOLLKOMMENE." Röm. 12.2 ...Gott zu danken und sein Wille zu tun! Die nächste Gelegenheit kommt bestimmt - lasst sie uns nicht verpassen! André |