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| Der Kreis des Lebens | |
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Wir alle stehen in einem Lebenskreis,
der ständig in Bewegung ist. Die Lebenskreise der Menschen
können sehr unterschiedlich sein, aber eines haben alle gemeinsam,
sie haben einen Anfang und ein Ende.
Niemand von uns konnte wählen, ob er in den Lebenskreis eintreten wollte oder nicht. Wir wurden nicht gefragt, wir konnten uns die Eltern nicht aussuchen, wir wurden einfach ins Leben hineingestellt. Manche Menschen fassen das nachteilig auf. Daher heisst es im Propheten Jes. 45,9: "Wehe dem, der mit seinem Schöpfer hadert, er, eine Scherbe unter irdenen Scherben! Spricht auch der Ton zum Schöpfer: "Was schaffst du da?" und das Werk: "Du hast keine Hände?" Wehe dem, der zum Vater spricht: "Warum zeugst du?" und zum Weibe: "Warum gebierst du?" Gott hat die Welt geschaffen und hat uns da hineingestellt. Das sollen wir annehmen, ohne mit Gott zu hadern. Wir müssen vielmehr die Einmaligkeit unseres Lebens erkennen und verstehen lernen, warum wir auf dieser Erde sind. Gott gibt uns Einsicht unser Leben zu verstehen. Unser Lebenskreis wird überschaubar, wenn wir ihn in einen Rahmen fassen. Den Rahmen bilden Geburt und Tod. Wir sollen uns über die Vergänglichkeit unseres Lebens im klaren sein, damit wir es ausschöpfen und einen rechten Nutzen daraus ziehen. Im Psalm 90,10-12 werden wir daran erinnert, was wir von unserem Leben zu erwarten haben. "Unser Leben währet siebzig Jahre, und wenn es hoch kommt, sind es achtzig Jahre, und das meiste ist Mühsal und Beschwer; denn eilends geht es vorüber, und wir fliegen dahin. Wer erkennt die Gewalt deines Zorns, und wer hegt Furcht vor deinem Grimm? Lehre uns unsre Tage zählen, dass wir ein weises Herz gewinnen." Natürlich bringt uns das alleine noch nicht zum Ziel. Wir müssen noch mehr wissen. Den meisten Menschen fehlen zwei wichtige Erkenntnisse für das Verständnis ihres Lebenskreises. Erstens ist die Herkunft des Menschen für die meisten verschwommen oder durch eine Theorie wie die Evolutionslehre getrübt. Jesus betont im Matthäus-Evangelium 18,4, dass Gott von Anfang an die Menschen als Mann und Frau geschaffen hat. Sie sind sein Werk, seine Schöpfung, sein Plan. Das bedeutet, dass hinter unserem Lebenskreis ein liebevoller Schöpfer steht, der uns gesegnet hat, damit unser Leben gedeihen kann, damit wir leben und Gesundheit haben und unseren Lebensunterhalt. Die zweite wichtige Erkenntnis ist zu wissen, was nach unserem Tode mit uns geschieht. Auch hier lässt Gott uns nicht im Ungewissen. In vielen Bildern schildert uns das Neue Testament den Eingang in Gottes Herrlichkeit, den Eingang in das Reich Gottes. Luk. 13,29-30: "Und sie werden von Morgen und Abend und von Mitternacht und Mittag kommen und sich im Reiche Gottes zu Tische setzen. Und siehe, es sind Letzte, die werden Erste sein, und es sind Erste, die werden Letzte sein." Gott hat uns nicht ins Leben gestellt und uns selbst überlassen. Vielmehr ist Gott da, er ist am Werk, um uns durch das Evangelium immer wieder aufs Neue zu begegnen. Er gibt uns unzählige Gelegenheiten, seinen Sohn Jesus Christus kennen zu lernen. Es ist nicht zu übersehen, dass Jesus von Nazareth ein gottesfürchtiger Mann war, dass er Gott und die Menschen liebte in einer kalten und rücksichtslosen Welt. Dass er sich den Notleidenden und Irrenden annahm, dass er ihnen Hoffnung gab und sich durch seine Machttaten, die er zum Wohl der Menschen verwaltete, als Sohn Gottes erwies. Er kam, um uns mit Gott in Gemeinschaft zu bringen. Unser Leben soll nicht eine Irrfahrt sein, oder bloss ein Abenteuer, auch nicht ein Sammeln von Schätzen auf dieser Erde, oder ein Leben in Selbstgefälligkeit. Gott wird Rechenschaft fordern von diesem einmaligen, einzigartigen Leben, das er uns geschenkt hat. Im 2. Korintherbrief 5,10 wird uns gesagt: "Denn wir alle müssen vor dem Richterstuhl Christi offenbar werden, damit jeder empfange, je nachdem er im Leibe gehandelt hat, es sei gut oder böse." Unser Lebenskreis bewegt sich auf ein Ziel hin, auf den Richterstuhl Christi. Wird er uns einmal gerecht sprechen, weil wir ihm vertraut und ihm gedient haben, so dass wir in seine Herrlichkeit eingehen können? Oder wird er uns verurteilen, weil wir es vorgezogen haben, mit der Masse mitzulaufen auf dem Weg ins Verderben? Eines wird sich ganz sicher zeigen während wir unseren Lebenskreis durchlaufen: Ob wir Freunde oder Feinde Jesu waren auf unserem Lebensweg. Wolfram Schrader |